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24.10.2014 | Autor/in: Markus Lembeck

Augen auf beim LL.M.-Kauf!

Sechs Tipps zur LL.M.-Finanzierung

1 – Langfristig planen und Informationen sammeln

Ein Jahr ist schnell vorüber. Um im Spätsommer 2015 ein LL.M.-Studium antreten zu können, sollte man ab sofort mögliche Anbieter vergleichen. Die Bewerbung dort will gut vorbereitet sein (Frist zum Teil Anfang Dezember!), und die Bewerbung bei Geldgebern kann einen ebenso großen Aufwand bedeuten. Die heiße Phase beginnt ein Jahr vor dem Studienstart im Ausland.

Tipp: Schon während des Hauptstudiums überlegen, ob nach dem Examen ein LL.M.-Studium passt.

 
2 – Fremdes Geld deckt nicht alle Kosten ab

Besser als gar keine Förderung, klar. Aber wenn die Summe aus Studiengebühren und Unterhalt 50.000 Euro oder mehr beträgt, dann ist selbst eine 10.000-Euro-Förderung nur ein Baustein. Und viele staatliche Stipendien liegen deutlich niedriger.

Tipp: Bei der ersten Förderzusage nicht aufhören und nach weiteren Geldquellen suchen.

 
3 – Finanzierungslücken realistisch berechnen

Gerade wenn Studiengebühren anfallen, liegen die monatlichen Ausgaben über den Einnahmen. Trotzdem lohnt sich – vor der Aufnahme eines Kredits – eine sorgfältige Kalkulation von Gebühren, Lebenshaltungskosten und Beiträgen sowie auf der anderen Seite der laufenden Einnahmen. Vielleicht lässt sich eine Lücke durch Einsparungen schließen? Vielleicht gibt es weitere Stipendien?

Tipp: Ein- und Ausgaben für den Studienzeitraum genau kalkulieren.

 
4 – Lebenshaltungskosten können Studiengebühren toppen

Diese Aussage gilt nicht für das LL.M.-Studium an einer führenden amerikanischen Hochschule wie Harvard, Yale oder Berkeley – hier sind die Gebühren allein exorbitant. Aber im zweiten begehrten LL.M.-Land Großbritannien bilden die Gebühren in der Regel den kleineren Teil des erforderlichen Budgets.

Tipp: Bei der Informationssuche nicht nur auf die Gebühren der Universität schauen.

 
5 – Ein LL.M. ist den meisten Arbeitgebern etwas wert

Weniger die juristischen Inhalte als vielmehr das Eintauchen in Sprache und Kultur eines Landes bringen Pluspunkte. Internationale und mittelgroße Kanzleien sind gleichermaßen auf Anwälte angewiesen, die mit ausländischen Mandanten ohne Barrieren kommunizieren können. Dafür zahlen Kanzleien nicht nur Gehaltsaufschläge, sie könnten auch einen Zuschuss zahlen, eventuell mit einer vertraglichen Bindung des Kandidaten.

Tipp: Vor einer LL.M.-Studienplatzbewerbung den Wunscharbeitgeber ansprechen.

 
6 – Nachträglich lassen sich Steuern sparen

Beispielrechnungen zeigen, dass je nach Gehaltshöhe und Zeitpunkt des Berufseinstiegs bis zu 40 Prozent der Aufwendungen aus dem LL.M.-Studium als Abschlag von der Einkommensteuer an den LL.M.-Absolventen zurückfließen. Auch wer nach der ersten Staatsprüfung noch keine nennenswerten Einkünfte hat, kann die Kosten als Steuervorauszahlung geltend machen.

Tipp: Unbedingt Belege sammeln – von den Kosten für die Studienplatzbewerbung angefangen bis hin zu ­Reise- und Lebenshaltungskosten.

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