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29.07.2014 | Autor/in: Désirée Balthasar
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Online-Kriminalität: Arzneimittelhandel im Fokus von Osnabrücker Juristen

Eine Forschungsgruppe unter Leitung der Universität Osnabrück hat vom Bundesministerium für Bildung und Forschung Fördermittel in Höhe von 1,7 Millionen Euro erhalten. Damit sollen Lösungen für die Bekämpfung von Arzneimittelkriminalität im Internet ergründet werden.

Der Osnabrücker Strafrechtsprofessor Arndt Sinn leitet die Forschungsgruppe namens AlPhA, die aus Vertretern der Wissenschaft, Polizei, Berufsverbänden und Pharmawirtschaft besteht. Involviert sind an der Universität das Zentrum für Europäische und Internationale Strafrechtsstudien, das Institut für Wirtschaftsstrafrecht sowie das European Legal Studies Institute.

Außerdem sind das Fraunhofer Institut für Sichere Informationstechnologie und die Hochschule der Sächsischen Polizei mit an Bord. Darüber hinaus unterstützen als assoziierte Partner die Apothekerverbände, das Bundeskriminalamt, das Pharmaunternehmen Lilly Deutschland sowie der Internet-Sicherheitsdienstleister OpSec das Projekt.

Das Forschungsvorhaben läuft seit Mai dieses Jahres und ist auf drei Jahre ausgelegt. Dabei soll untersucht werden, inwiefern sich die Liberalisierung des Online-Arzneimittelhandels auf die Wirtschaftskriminalität ausgewirkt. Das Ziel ist eine wirksame Bekämpfungsstrategie. Denn gefälschte Arzneimittel, die über den Onlinevertrieb in die Hände von Verbrauchern gelangen, können gesundheitliche Schäden anrichten. Außerdem entstehen den Pharmaunternehmen enorme Verluste. Schätzungen veranschlagen den Umsatz der Arzneimittelfälscher auf 75 Milliarden US-Dollar pro Jahr. (Désirée Balthasar)

Im Internet:

Projektskizze von Professor Sinn

Forschungsvorhaben des Bundesministeriums