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27.05.2014 | Autor/in: Markus Lembeck
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Karlsruhe: Neue Verfassungsrichterin kommt von der Bucerius Law School

Der Wahlausschuss des Bundestages hat für die ausscheidende Verfassungsrichterin Professor Dr. Gertrude Lübbe-Wolff (61) eine Nachfolgerin bestimmt: Dr. Doris König (56), Professorin und Präsidentin an der Bucerius Law School, wechselt nach Karlsruhe in den Zweiten Senat des Bundesverfassungsgerichts.

König_Doris

Von Hamburg nach Karlsruhe: Doris König wird Richterin am Bundesverfassungsgericht.

König ist seit 2012 Präsidentin der Hamburger Privathochschule. Die Inhaberin des dortigen Claussen-Simon-Stiftungslehrstuhls für Internationales Recht gehört seit der Gründung der Law School im Jahr 2000 zum Lehrkörper. Bis zur Übernahme des Stiftungslehrstuhls war sie Professorin für Öffentliches Recht, Allgemeine Staatslehre, Völker- und Europarecht.

Die Zeit-Stiftung als Gründerin der Hochschule erklärte, sie sehe die Wahl Königs mit einem lachenden und einem weinenden Auge: „Das Bundesverfassungsgericht gewinnt eine großartige Juristin, wir hingegen verlieren eine vorbildliche akademische Lehrerin und Führungskraft an der Spitze der ersten privaten Hochschule für Rechtswissenschaft in Deutschland.“

Lübbe-Wolffs Karlsruher Amtszeit war nach zwölf Jahren im April 2014 regulär ausgelaufen. Sie ist Trägerin des Leibniz-Preises der Deutschen Forschungsgemeinschaft und war vor ihrer Wahl zur Richterin als Professorin für Öffentliches Recht an der Universität Bielefeld aktiv. 2002 folgte sie in Karlsruhe auf Jutta Limbach. Für die Nachfolge von Gertrude Lübbe-Wolff hatte die SPD das Vorschlagsrecht. (Markus Lembeck)