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25.03.2014 | Autor/in: Désirée Balthasar
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Chinesisches Recht: Universität Osnabrück richtet neue Professur ein

Die Universität Osnabrück hat gemeinsam mit der Sievert-Stiftung für Wissenschaft und Kultur eine Stiftungsprofessur für Chinesisches Recht ins Leben gerufen. Die Sievert-Stiftung beteiligt sich mit rund 450.000 Euro.

Die Professur soll der Anstoß für die Einrichtung eines Instituts sein, das relevante Rechtsgebiete vereint. In Kooperation mit den Wirtschaftswissenschaften soll beispielsweise ein Schwerpunkt auf das Wirtschaftsrecht gelegt werden. Die wirtschaftsrechtlichen Kenntnisse sollen vor allem Absolventen zugute kommen, die ihr späteres Berufsumfeld zwischen China und Europa sehen, etwa zum Thema Handelsbeziehungen.

Initiiert wurde die Professur vom Osnabrücker Rechtswissenschaftler Professor Dr. Arndt Sinn. Die Besetzung des Lehrstuhls steht noch aus. Die Sievert-Stiftung wurde 2012 von Professor Dr. Hans-Wolf Sievert, dem Eigentümer der Sievert AG, gegründet. Sie hat sich der Förderung von Forschung und Lehre verschrieben, vor allem in Zusammenarbeit mit der Universität und Hochschule von Osnabrück.

Die Universität Osnabrück trägt mit der neuen Professur dazu bei, das Angebot in Deutschland für Juristen, die sich mit chinesischem Recht beschäftigen wollen, zu vergrößern. Denn bisher ist die Auswahl begrenzt: Die Universität Göttingen ist mit ihrem Deutsch-Chinesisches Institut für Rechtswissenschaft eine der ältesten Institutionen in Deutschland. Eine etablierte Adresse ist auch das Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Privatrecht in Hamburg.

Desweiteren bieten die Universitäten Freiburg, Oldenburg, Würzburg, Heidelberg und Köln rechtswissenschaftliche Studiengänge und Forschungsschwerpunkte mit China-Schwerpunkten an. (Désirée Balthasar)

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