News
07.02.2014 | Autor/in: Markus Lembeck
Themen in dieser Nachricht:

Statistik: Ein Drittel der Jurastudenten überschreitet die Regelstudienzeit

Nur zwei Drittel der Jurastudierenden schaffen ihren Abschluss in der Regelstudienzeit beziehungsweise in den beiden Folgesemestern. Mit ihren 67,3 Prozent liegen die Juristen unter dem Durchschnitt: Insgesamt kommen in dem genannten Zeitraum 77 Prozent aller Studenten zum Abschluss, so das Statistische Bundesamt.

Allerdings haben die Bundesstatistiker in der Gruppe Rechtswissenschaften auch Fachhochschulabschlüsse, Bachelor und Master einberechnet. Diese schönen das Bild. Die Juristen mit Staatsprüfung sind zum Großteil, nämlich zu knapp 80 Prozent, in der eigentlichen Regelstudienzeit nicht fertig. Gewährt man zwei Semester mehr, kommt man immerhin auf 60 Prozent erfolgreiche Absolventen.

Die Statistik zeigt auch, dass immer weniger Jura-Absolventen die Hochschulen verlassen: Nur rund 7.600 Absolventen zählten die Statistiker 2012. Nach 11.600 im Jahr 2000 und immerhin noch 9.145 im Jahr 2005 ein deutlicher Rückgang. Angesichts hoher Studienanfängerzahlen in den letzten Jahren dürfte diese Kurve allerdings bald wieder nach oben zeigen. Die Jura-Absolventen des Jahres 2012 benötigten im Median 10,4 Fachsemester für ihr Studium. Am langsamsten sind sie übrigens im Rheinland, nämlich an den Universitäten in Mainz, Bonn und Köln. (Markus Lembeck)

„Nichtmonetäre hochschulstatistische Kennzahlen“ von destatis.de