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28.01.2014 | Autor/in: Markus Lembeck
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Habilitation und mehr: Fast-Track-Programm fördert sieben Juristinnen

Die Rechtswissenschaftlerin Dr. Angela Schwerdtfeger erhält durch das Fast-Track-Programm der Robert-Bosch-Stiftung Unterstützung auf dem Weg zur Habilitation. Zum Stipendium gehören Seminare, Gesprächsveranstaltungen sowie eine finanzielle Förderung. Schwerdtfeger ist eine von sieben geförderten Juristinnen.

Ausgewählt für das Fast-Track-Programm: Angela Schwerdtfeger von der Universität Jena.

„Das Stipendium bietet mir die Chance, die eigenen Fähigkeiten über das rein Fachliche hinaus auszubauen“, sagte Angela Schwerdtfeger, die am Lehrstuhl für Öffentliches Recht, Europarecht und Völkerrecht tätig ist. Der Lehrstuhl von Professor Matthias Ruffert wird aktuell auch als Jean-Monnet-Lehrstuhl für Europäische Integration von der EU gefördert (mehr …). Schwerdtfeger untersucht mit Förderung der Deutschen Forschungsgemeinschaft DFG die Entwicklung der Gesetzgebung (mehr …) Zurzeit forscht sie an der University of Michigan Law School.

Kompetenzen für den Wissenschaftsbetrieb

Das Fast-Track-Programm hilft Wissenschaftlerinnen dabei, die Fähigkeiten und Kompetenzen für den Wissenschaftsbetrieb weiterzuentwickeln. Die finanzielle Förderung beträgt 2.400 Euro über zwei Jahre. Damit lassen sich zum Beispiel Reisekosten bestreiten, die sonst aus der eigenen Tasche bezahlt werden müssten. Das Seminarprogramm umfasst die Themen „Erfolgreich präsentieren im Wissenschaftsbetrieb“, „Sicher bewerben, durchsetzen und verhandeln“, „Wirksame Führung im Wissenschaftsbetrieb“ sowie „Professioneller Umgang mit Medien“.

Das erste Kompaktseminar hat die 33-jährige Juristin bereits absolviert. Dazu gehörte zum einen professioneller Schauspielunterricht mit verschiedenen Übungen zu Stimme, Gestik und Auftreten. Zum anderen wurden unter Videoaufzeichnung typische universitäre Gesprächssituationen nachgestellt und Fachvorträge der Stipendiatinnen analysiert. „So konnten wir lernen, wie wir mit schwierigen Situationen im wissenschaftlichen Alltag umgehen können und zugleich eigene Schwächen und Stärken erkennen“, sagt Schwerdtfeger. Darüber hinaus hatten die Stipendiatinnen die Gelegenheit, die Bundesverfassungsrichterin  Susanne Baer sowie die Präsidentin des Deutschen Akademischen Austausch-Dienstes, Margret Wintermantel, persönlich kennenzulernen und mit ihnen über Fragen des Wissenschaftsbetriebes zu diskutieren.

20 Stipendiatinnen aus 104 Bewerberinnen ausgewählt

Die Stipendien des Fast-Track-Programms werden abwechselnd für verschiedene Fachrichtungen ausgeschrieben. Dieses Jahr waren die Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften an der Reihe. Pro Zyklus werden 20 Bewerberinnen gefördert. Insgesamt hatten sich 104 junge Wissenschaftlerinnen beworben. Von den 20 ausgewählten Nachwuchswissenschaftlerinnen kommen 2013 bis 2015 sieben aus den Rechtswissenschaften. Neben Angela Schwerdtfeger sind dies

Dr. Nadja Dwenger, Wissenschaftliche Referentin am Max-Planck-Institut für Steuerrecht und öffentliche Finanzen, München

Dr. Anna-Maria Getoš, Assistant Professor für Strafrecht, Universität Zagreb, Kroatien, und Leiterin der Max-Planck-Partnergruppe Balcan Criminology

Dr. Elisa Hoven, Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institute for International Peace and Security Law, Köln

Dr. Julia Lübke, Habilitandin am Institut für deutsches und europäisches Gesellschafts- und Wirtschaftsrecht, Universität Heidelberg

Prof. Dr. Julia Redenius-Hövermann, Juniorprofessorin für Bürgerliches Recht und Unternehmensrecht, Frankfurt School of Finance & Management

Dr. Liane Wörner, Akademischer Rat am Franz von Liszt-Institut für internationales Recht und Rechtsvergleichung, Universität Gießen

(Markus Lembeck)

http://www.bosch-stiftung.de/content/language1/html/11732.asp

http://www.rewi.uni-jena.de/Prof__Dr__Matthias_Ruffert.html