News
17.12.2013 | Autor/in: Norbert Parzinger
Themen in dieser Nachricht:

Pro-Bono: Neues Karrierenetzwerk für Juristen fördert Bildungseinrichtungen

Mit einem neu gegründeten Karrierenetzwerk verbinden zwei Berliner Juristen Recruiting und wohltätige Zwecke. Das Projekt „Antripolis“ verwendet die Kostenbeiträge teilnehmender Kanzleien, um Bildungseinrichtungen für benachteiligte Jugendliche zu unterstützen.

Ähnlich wie diverse Konkurrenz-Netzwerke vermittelt Antripolis Kontakte zwischen angehenden Juristen und potenziellen Arbeitgebern, etwa für freie Referendars- oder Anwaltsstellen. Die Einnahmen daraus kommen den Organisationen Die Arche, Start Stiftung und Teach First Deutschland zugute. Nach welchem Schlüssel die Gelder verteilt werden, legen die teilnehmenden Bewerber selbst bei der Anmeldung fest.

Bislang stimmte knapp die Hälfte für Die Arche, ein Hilfsprojekt, das Kindern aus armen oder dysfunktionalen Familien warmes Mittagessen, Hausaufgabenhilfe und Freizeitbeschäftigungen anbietet. Rund 30 Prozent der Beiträge entfallen auf die Start Stiftung, die finanziell schwach gestellte Jugendliche mit Migrationshintergrund auf ihrem Bildungsweg unterstützt, Stipendien vergibt und ein eigenes Alumni-Netzwerk aufgebaut hat. Gut 20 Prozent wählten Teach First Deutschland, eine Inititiative, die eigene „Fellows“ an Schulen schickt, um die Zusatzbetreuung benachteiligter Schüler zu übernehmen.

Motiviert sind die Antripolis-Initiatoren von dem Gedanken, dass hoch qualifizierte Nachwuchsjuristen ihr Bildungsprivileg auch der Allgemeinheit verdanken – und dafür etwas zurückgeben sollten. Aus diesem Grund vermittelt das Netzwerk auch interessierte Freiwillige an die Bildungsorganisationen und dient als Forum für Pro-Bono-Aktivitäten der Kanzleien. Kooperationspartner sind derzeit GSK Stockmann + Kollegen, Heuking Kühn Lüer Wojtek, Linklaters, Mayer Brown, Milbank Tweed Hadley & McCloy, Noerr und Taylor Wessing. (Norbert Parzinger)