News
26.11.2013 | Autor/in: Markus Lembeck
Themen in dieser Nachricht:

Energiewende im Blick: Stiftung fördert juristische Forschung mit Dissertationspreis

Bei der erstmaligen Vergabe des Dissertationspreises der Stiftung Umweltenergierecht wurden gleich zwei Preisträger ausgezeichnet. Eun-Kyung Lee und Carsten König teilen sich das Preisgeld von 5.000 Euro.

Mit dem Preis zeichnet die Stiftung Umweltenergierecht herausragende Dissertationen aus dem Bereich des Umweltenergierechts, des Klimaschutzrechts und des Rechts der nachhaltigen Energieversorgung aus. Die Stiftung würdigt damit wissenschaftliche Arbeiten, die mit ihren Analysen des bestehenden Rechtsrahmens und Untersuchungen zur Entwicklung der zukünftigen Vorgaben im deutschen, europäischen und internationalen Recht einen wichtigen Beitrag zum Gelingen des Transformationsprozesses in der Energieversorgung leisten.

Von links: Thorsten Müller (Vorstand der Stiftung), die Preisträger Carsten König und Eun-Kyung Lee sowie Helmuth Schulze-Fielitz (Universität Würzburg)

Dr. Eun-Kyung Lee, mittlerweile Associate im Hamburger Büro von Latham & Watkins, hat die Vorgaben zur Reduzierung des Energieverbrauchs im Gebäudebereich einschließlich der in Wohngebäuden typischerweise vorhandenen Geräte untersucht. Die nebeneinander wirkenden Regelungen verursachen eine Kumulation von Belastungen, die möglicherweise eine grundrechtliche Relevanz haben. Die von Professor Dr. Christian Calliess betreute und durch ein Stipendium der Konrad-Adenauer-Stiftung geförderte Promotion an der Freien Universität Berlin erhielt die Gesamtnote summa cum laude.

Auch Dr. Carsten König hat an der FU Berlin promoviert. In seiner Arbeit befasst er sich mit den vielfältigen Rechtsfragen, die bei der Bewirtschaftung von Engpässen in Elektrizitätsversorgungsnetzen entstehen. Ein effizientes Engpassmanagement ist für das Gelingen der Energiewende von großer Bedeutung. Es reduziert den Netzausbaubedarf, sichert den Abnahmeanspruch für Strom aus erneuerbaren Energien, trägt zur Versorgungssicherheit bei und ermöglicht die grenzüberschreitende Vernetzung in der Europäischen Union. Seine Dissertation wurde von Professor Dr. Franz Jürgen Säcker betreut.

Die Stiftung Umweltenergierecht wurde im März 2011 in Würzburg gegründet. Sie will die wissenschaftliche Forschung auf diesem Gebiet fördern, um “den Rechtsrahmen für eine nachhaltige Energieversorgung aus erneuerbaren Energien zu gestalten”. Vorsitzender des Stiftungsrates ist der Würzburger Professor Dr. Helmuth Schulze-Fielitz, an dessen Lehrstuhl 2007 die Forschungsstelle Umweltenergierecht begründet wurde. (Markus Lembeck)