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24.09.2013 | Autor/in: Norbert Parzinger
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Heidelberg: Steuerrechtler erhält Forschungspreis der International Fiscal Association

Der Heidelberger Jurist Dr. Matthias Valta hat für seine Promotionsschrift im internationalen Steuerrecht den Mitchell B. Carroll-Preis erhalten. Die mit 5.000 Euro dotierte Auszeichnung wird jährlich von der International Fiscal Association (IFA) vergeben.

Die prämierte Dissertation trägt den Titel „Internationales Steuerrecht zwischen Gerechtigkeit, Effizienz und Entwicklungshilfe“ und wurde von Professor Dr. Ekkehart Reimer am Heidelberger Institut für Finanz- und Steuerrecht betreut. Valta geht insbesondere der Frage nach, wie sich das Recht zur Besteuerung bestimmter Einkünfte gerechter zwischen Staaten auf Nord- und Südhalbkugel aufteilen ließe.

Benannt ist der Preis nach dem US-amerikanischen Steuerrechtler Mitchel B. Carroll, der insbesondere in den 1930er- und 1940er-Jahren zahlreiche internationale Steuerabkommen mitgestaltete und später jahrelang der IFA vorstand. Die Auszeichnung wird seit 1947 für herausragende Arbeiten in englischer, französischer oder deutscher Sprache vergeben. Valta ist innerhalb der letzten zehn Jahre der dritte deutsche Preisträger.

Die IFA mit Sitz in Amsterdam widmet sich seit ihrer Gründung 1938 der Erforschung und Gestaltung des Steuerrechts aus internationaler und komparativer Sicht. Deutscher Ableger ist die Deutsche Vereinigung für internationales Steuerrecht. Ihrem Vorstand gehören unter anderem die Steuerchefs von BDI, Deutscher Bank und Siemens, Vertreter des Bundesfinanzministeriums und des Bundesfinanzhofs sowie führende Steuerpartner aus Wirtschaftskanzleien an. (Norbert Parzinger)