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25.06.2013 | Autor/in: Norbert Parzinger
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Neuer Wissenschaftspreis: Redeker-Stiftung zeichnet Arbeit zu transnationalem Recht aus

Der Berliner Jurist Dr. Lars Viellechner hat den in diesem Jahr erstmalig verliehenen Konrad-Redeker-Preis erhalten. Viellechner nahm die mit 1.500 Euro dotierte Auszeichnung für seine Dissertation zum Thema „Transnationalisierung des Rechts“ entgegen. Der Preis soll von nun an jährlich vergeben werden.

In seiner Promotionsarbeit beschäftigt sich Viellechner mit neuen Formen eines „responsiven Rechtspluralismus“, die die Setzung neuer Rechtsnormen jenseits von staatlichem Recht und Völkerrecht in Zeiten der Globalisierung ermöglichen. Betreuer der Arbeit war Dr. Dr. Dieter Grimm, Professor für Öffentliches Recht an der Berliner Humboldt-Universität und ehemaliger Bundesverfassungsrichter.

Der Preis ist nach Konrad Redeker benannt, der vor Kurzem im Alter von 89 Jahren verstarb. Der Verwaltungs- und Verfassungsrechtler gehörte 1958 zu den Gründern der Kanzlei, die heute als Redeker Sellner Dahs firmiert, und engagierte sich als Verbandsfunktionär unter anderem für die Aufarbeitung der NS-Vergangenheit deutscher Juristen.

Die 2003 ins Leben gerufene Konrad-Redeker-Stiftung fördert regelmäßig Promotions- und Habilitationsarbeiten, etwa durch Forschungsstipendien oder Druckkostenzuschüsse. Über die letzten zehn Jahre wurden rund 30 Arbeiten aus den Bereichen Rechtspoli­tik, Ver­fas­sungs- und Verwal­tungs­recht sowie An­walts­recht gefördert. (Norbert Parzinger)