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28.05.2013 | Autor/in: Markus Lembeck
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Bundesweiter Wettbewerb: Soldan Moot Court startet im Juli

Die Hans-Soldan-Stiftung hat einen neuen Moot-Court-Wettbewerb ins Leben gerufen. Er richtet sich an alle Studierende deutscher Jurafakultäten und ist auf die alltägliche Anwaltspraxis in Deutschland zugeschnitten. Anhand eines fiktiven Falls wird ein Gerichtsverfahren simuliert. Die Teilnehmer können sich so mit der forensischen Tätigkeit von Rechtsanwälten vertraut machen.

Der Startschuss fällt am 4. Juli – dann werden auf www.soldanmoot.de die Details zu dem Fall veröffentlicht. Die Studierenden haben einen Monat Zeit, als Interessenvertreter eine rechtliche Analyse auszuarbeiten, Beweismittel zu würdigen und Rechtsmeinungen zu formulieren. Dabei sollen sie sich auch mit den Gegenargumenten auseinandersetzen und das Gericht schließlich von ihrer Position überzeugen. Die mündlichen Verhandlungen sind für Mitte Oktober in Hannover angesetzt. Von dort aus betreut Professor Dr. Christian Wolf vom Institut für Anwalts- und Prozessrecht den Wettbewerb.

Thematisch wird jedes Jahr ein Anwaltsregressprozess behandelt, der den Studierenden wichtige Kenntnisse des anwaltlichen Berufsrechts vermittelt. Neben juristischen Kenntnissen sollen die Teilnehmer auch Soft Skills wie freie Rede, Argumentation und Teamwork einüben. Am Ende gibt es vier Preise: für den besten Klägerschriftsatz, den besten Beklagtenschriftsatz, die beste mündliche Leistung in der Vorrunde und natürlich für den Sieger im Finale. Als Sponsoren konnten die BRAK, der DAV und der Deutsche Juristen Fakultätentag gewonnen werden.

Ganz bewusst ist der neue Wettbewerb nicht als Konkurrenz zu den internationalen Moot Courts gedacht, sondern als Ergänzung. “Die Anwaltschaft wird bei den bestehenden Wettbewerben kaum einbezogen“, meint Stiftungsvorstand Manfred Wissmann. „Und die Teile der Anwaltschaft, die sich an internationalen Moots nicht beteiligen können oder wollen, haben keine Gelegenheit, im Rahmen einer Wettbewerbswoche Kontakt zu den an der Anwaltstätigkeit interessierten Absolventen zu bekommen. Dies betrifft insbesondere kleinere und mittelständische Kanzleien.“ (Markus Lembeck)