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26.02.2013 | Autor/in: Désirée Balthasar
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Tierschutz: Neue Internetplattform für EU-Recht

Für den Tierliebhaber im Juristen: Wer sich umfassend über Tierschutzgesetze in der Europäischen Union informieren möchte, kann dafür eine neue Internetplattform nutzen. Die Macher der Seite www.lawyersforanimalprotection.eu haben sich zum Ziel gesetzt, den Vollzug von tierschutzrelevantem EU-Recht zu verbessern.

Die internationale Tierschutzorganisation Vier Pfoten mit Sitz in Wien betreibt die neue Plattform. Zielgruppe sind vor allem Juristen, Tierschutzbeauftragte, Ombudsleute, Veterinäre, Politiker und Organisationen, die sich dem Tierschutz widmen.

Inhaltlich soll die Seite alle gängigen Gesetzestexte der einzelnen EU-Länder und länderspezifische Vorschriften zur Verfügung stellen. Außerdem geht es darum, wie vorhandene Strukturen dazu genutzt werden können, geltende Tierschutzvorschriften besser umzusetzen. Außerdem gibt es Informationen zu Praktika, Stellenangeboten und Studienmöglichkeiten im Bereich Tierschutz und Recht.

Um das umfangreiche englischsprachige Angebot zusammenzustellen, gründete sich bereits im Sommer letzten Jahres auf der Europäischen Tierschutzkonferenz ein europaweites Netzwerk aus verschiedenen Instituten und Organisationen. Das gemeinsame Ziel ist, über Vollzugsprobleme der einzelnen EU-Mitgliedstaaten, deren Lösungen und Strategien zu informieren. Die Internetplattform ist ein erster Schritt zur Verwirklichung dieser Pläne.

Unter dem Namen „The European Enforcement Network of Animal Welfare Lawyers and Animal Welfare Commissioners“ zählt das Netzwerk folgende Mitglieder: Vier Pfoten, die Deutsche Juristische Gesellschaft für Tierschutz­recht (DJGT), die Stiftung für das Tier im Recht, die Freie Universität Barcelona (UAB), die Federation of Veterinarians of Europe (FVE) und das Istituto G. Caporale Teramo. (Désirée Schliwa)