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26.02.2013 | Autor/in: Markus Lembeck
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Bezug zur Praxis: Trittmann wird Honorarprofessor in Frankfurt

Die Universität Frankfurt am Main hat Dr. Rolf Trittmann im Februar zum Honorarprofessor ernannt. Trittmann ist Partner der Kanzlei Freshfields Bruckhaus Deringer, spezialisiert auf Prozesse und Schiedsverfahren.

Honorarprofessor: Rolf Trittmann aus dem Frankfurter Freshfields-Büro

In jedem Semester lädt er Jurastudenten zu einem Blockseminar mit wechselnden Themen in das Frankfurter Freshfields-Büro ein. Trittmanns Seminare am Fachbereichszentrum für Schlüsselqualifikationen sind immer schnell ausgebucht. azur-online stellte dem erfahrenen Anwalt drei Fragen zum Verhältnis von Studium und Praxis. (ML)

 

azur-online: Welches Interesse bringt die Studierenden in Ihre Veranstaltungen?

Trittmann: Sie wollen den praktischen Bezug des Theoretischen kennenlernen. Wofür lernen wir? Das kann man in meinen Seminaren erfahren. Das gilt auch für die Veranstaltungen zu Arbitration und Cross-Border-Litigation, die eher materiell-rechtlich sind. Vor allem aber die Kurse im Bereich Schlüsselqualifikationen sind praxisorientiert: „Verhandeln und Vergleichen“ sowie „Sachverhaltsermittlung im Zivilprozess“.

Im Sommersemester geht es um die Sachverhaltsermittlung.

Ja, das ist ein wichtiger Bestandteil der Arbeit eines Anwalts. Die Fälle, die man den Studenten an der Uni präsentiert, geben den Sachverhalt vor. In der praktischen Juristentätigkeit muss man ihn aber erst einmal entwickeln, beginnend mit dem Mandantengespräch, und darauf dann das Recht anwenden. Und es ist immer spannend zu sehen, wie sich die Rechtslage ändert, wenn neue Sachverhaltsdetails ermittelt werden.

Wie sah der Praxisbezug in Ihrem Studium aus?

Den gab es überhaupt nicht. Erst nach dem deutschen Studium, als ich in Berkeley den LL.M. gemacht habe, bin ich dort auf die sogenannten Legal Clinics gestoßen, mit Praktikern als Dozenten. So etwas Ähnliches mache ich seit sieben Jahren an der Goethe-Universität.