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29.01.2013 | Autor/in: Norbert Parzinger
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Cloud Computing: Juristen forschen zum Datenschutz

Am interdisziplinären Bochumer Horst Görtz Institut für IT-Sicherheit ist zum Jahreswechsel ein Forschungsprojekt zum Thema Datenschutz im Cloud Computing gestartet. Das Projekt ist auf drei Jahre angelegt und wird von der Neu-Anspacher Horst Görtz Stiftung (HGS) mit 199.000 Euro unterstützt.

Die Forscher wollen sich nach eigenen Angaben vor allem mit dem Thema Identitätsmanagement beschäftigen. Identitätsdiebstahl und der Schutz von Nutzerdaten gilt als besonders risikoreicher Aspekt des Cloud Computings. Bei dieser Weiterentwicklung vernetzter IT-Strukturen werden Datenbestände nicht mehr auf den physischen Laufwerken des einzelnen Nutzers, sondern auf externen Servern gelagert, auf die per Internet zugegriffen wird. Unklar ist bisher vor allem, zu welchen Sicherheitsmaßnahmen gegen unbefugten Zugriff und andere Risiken die Cloud-Anbieter selbst verpflichtet sind.

Das Projektteam wird vom IT-Rechtler Professor Dr. Georg Borges gemeinsam mit der Wirtschaftswissenschaftlerin Professor Dr. Brigitte Werners und dem IT-Spezialisten Professor Dr. Jörg Schwenk geleitet. Die finanzierende HGS wurde 1996 vom IT-Unternehmer Hans Görtz gegründet und ist eine Hauptaktionärin des Monitoring- und Verschlüsselungsanbieters Utimaco Safeware. (Norbert Parzinger)