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28.09.2012 | Autor/in: Markus Lembeck
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Wirtschaftskanzleien 2012: Mehr Umsatz, mehr Berufsträger

Das Geschäftsjahr 2011/12 war für wirtschaftsberatende Kanzleien erfolgreich. Die 50 umsatzstärksten Sozietäten in Deutschland erwirtschafteten rund 3,8 Milliarden Euro, ein Rekordwert. Selbst in der Boomphase 2007/08 wurde diese Summe nicht erreicht.

JUVE hat den alljährlichen Überblick über die Kennwerte der Top-50-Kanzleien in dieser Woche veröffentlicht. Unter den größten zehn Kanzleien nach Umsatz verzeichnen Gleiss Lutz und Noerr (jeweils +9,3 Prozent) neben Allen & Overy (+12,7 Prozent) die größten Wachstumsraten.

2011 beschäftigten die betreffenden Sozietäten mehr Anwälte als im Jahr davor. Rund 7.750 Berufsträger arbeiten in den aktuellen Top-50-Kanzleien. Der Umsatz pro Berufsträger (UBT), ein Kennwert, der Rückschlüsse auf die Produktivität eines Teams zulässt, liegt heute im Durchschnitt bei 488.000 Euro. Das ist eine leichte Steigerung zum Vorjahr und ein deutliches Plus gegenüber dem Krisenjahr 2009/10, als der Wert bei 468.000 Euro lag. Aber an die Boomjahre wie zum Beispiel 2007/08 können die UBT-Zahlen nicht anknüpfen.

Unter den Top-10-Kanzleien mussten nur Freshfields Bruckhaus Deringer (-3,7 Prozent) und Linklaters (-1,5 Prozent) Abstriche beim UBT machen.Sie gehören jedoch weiterhin zusammen mit Allen & Overy, Clifford Chance, Gleiss Lutz und Hengeler Mueller zum oberen Teil der zehn umsatzstärksten Kanzleien, deren UBT mehr als 501.000 Euro betrug. Die zweite Gruppe der Top-10 (CMS Hasche Sigle, Hogan Lovells, Noerr, White & Case) kommt auf UBT-Zahlen zwischen 438.000 und 500.000 Euro. Sieger im UBT-Vergleich der zehn umsatzstärksten Sozietäten bleibt Hengeler mit scheinbar uneinholbaren 920.000 Euro, die dort pro Kopf erwirtschaftet wurden.

 Alle Kennwerte der Top-50-Kanzleien finden Sie hier.