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25.09.2012 | Autor/in: Norbert Parzinger
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Regensburg: Strafrechtler forscht für EU-Kommission zum Thema Korruption

Der Regensburger Privatdozent Dr. Michael Kubiciel betreut als National Research Fellow den deutschen Teil des Antikorruptionsreports der Europäischen Kommission. Der Bericht soll 2013 fertiggestellt werden und künftig alle zwei Jahre neu erarbeitet werden.

Kubiciel ist Mitarbeiter am Regensburger Lehrstuhl für Strafrecht, Strafprozessrecht und Rechtsphilosophie von Professor Dr. Michael Pawlik und vertritt derzeit eine Strafrechtsprofessur in Köln. Er war bereits als Berater zu Antikorruptionsstrategien für den Europarat und ein UN-Institut tätig.

Die Berichte aus den EU-Mitgliedsländern sollen erstmalig im nächstem Jahr von einer 17-köpfigen Expertengruppe ausgewertet werden, der auch drei Teilnehmer aus Deutschland angehören: Jana Mittermaier, Leiterin des EU-Verbindungsbüros von Transparency International, der Arbeitsrechtler und Compliance-Spezialist Dr. Hans-Joachim Fritz aus dem Frankfurter Büro der Kanzlei Kaye Scholer und die Politikwissenschaftlerin Professor Alina Mungiu-Pippidi, die an der Berliner Hertie School of Governance lehrt.

Die Einführung eines regelmäßigen Berichtsmechanismus ist Teil einer Antikorruptionsoffensive der Europäischen Kommission. Der europaweite wirtschaftliche Schaden durch Korruption beläuft sich nach Angaben der Kommission auf bis zu 120 Milliarden Euro pro Jahr. (Norbert Parzinger)

Projektbeschreibung online: http://ec.europa.eu/dgs/home-affairs/what-we-do/policies/organized-crime-and-human-trafficking/corruption/index_en.htm