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25.09.2012 | Autor/in: Norbert Parzinger
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Reformiert: Mainz und Dijon starten ihren integrierten Jurastudiengang

Im Wintersemester startet ein neuer deutsch-französischer Studiengang. Das integrierte Jurastudium der Universitäten Mainz und Dijon wurde gründlich reformiert. Es wird wie sein Vorgänger von der Deutsch-Französischen Hochschule (DFH) gefördert.

Der reformierte Studiengang kombiniert einen vierjährigen Bachelor- und einen einjährigen Masterstudiengang. Nach drei Jahren Studium in Mainz und einem Jahr in Dijon erwerben die Studierenden den LL.B. „Deutsches und französisches Recht“. Nach dem fünften Jahr kommen in Mainz der LL.M. „Internationales Privatrecht und Europäisches Einheitsrecht“ sowie die französischen Master 1+2 (Juriste francoallemand, droit international privé/droit du commerce international et européen) aus Dijon hinzu.

Das Bachelor-/Master-Programm löst einen Teil des bisherigen integrierten Studiengangs ab, der nach fünf Jahren insgesamt drei Abschlüsse umfasste: die erste Staatsprüfung, den Magister iuris (Mainz) und einen französischen Abschluss (Licence bzw. Master 1). Dieses Angebot bleibt in Zusammenarbeit mit den Universitäten Nantes und Paris (UPEC) weiterhin bestehen, für die Kooperation Mainz-Dijon gelten die neuen Regeln. Auch in dem reformierten Programm ist die Vereinbarkeit des Studiums mit dem klassischen Staatsexamens-Studiengang gesichert, so dass die Absolventen am Ende ihrer Ausbildung auch an der ersten Staatsprüfung teilnehmen können. Leiter des Studiengangs sind die Professoren Dr. Urs Gruber in Mainz und Dr. Sabine Corneloup an der Université de Bourgogne in Dijon.

Der Aufenthalt an der Partneruniversität wird jeweils durch Zuschüsse der DFH gefördert. Die DFH wurde vor 15 Jahren als politische Initiative ins Leben gerufen, um zwischen den beiden Ländern zu vermitteln und die Qualität der Angebote zu kontrollieren (siehe azur 2/2011, „Frankreich liegt nahe“). (Markus Lembeck)