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28.08.2012 | Autor/in: Markus Lembeck
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US-Anwaltschaft: Ausländische Law Schools nicht akkreditiert

Die American Bar Association (ABA) sieht Studiengänge an ausländischen Law Schools weiterhin nicht als gleichwertig zur US-Ausbildung an. Sie lehnt es ab, auswärtige Hochschulen für die Vorbereitung auf das Bar Exam zu akkreditieren.

Damit bleibt der Zugang zur Anwaltschaft beziehungsweise zu der vorhergehenden Aufnahmeprüfung reglementiert. Nach Meinung von Beobachtern beugte sich die ABA damit vor allem den Interessen von Einzelanwälten in den USA, die einen stärkeren Zufluss von ausländischen Anwälten befürchten. Allerdings dürften auch die einheimischen Law Schools gegen eine Marktöffnung stimmen, weil damit eines der Werbeargumente für ihre recht kostspieligen LL.M.-Studiengänge entfiele, die speziell auf ausländische Studierende zugeschnitten sind.

Bereits 2008 hatte die Peking University School of Transnational Law einen Akkreditierungsantrag gestellt, über den bislang nicht entschieden worden war. Die ABA begründete ihre Ablehnung mit organisatorischen und finanziellen Belastungen, die eine weltweite Akkreditierungstätigkeit mit sich brächte. Zudem sei es schwierig, Kultur und Ethos des US-Rechtssystems auf ausländische Hochschulen zu übertragen. Für die Durchführung des Bar Exams sind die US-Bundesstaaten verantwortlich. Der mehrtägige Prüfungsmarathon gilt als äußerst schwierig. (Markus Lembeck)