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28.08.2012 | Autor/in: Markus Lembeck
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Globale Perspektive: Forschungspreis für deutsche Juristin in New York

Die Jura-Professorin Katharina Pistor erhält den Max-Planck-Forschungspreis 2012. Sie teilt sich die Auszeichnung mit dem Bonner Wirtschaftswissenschaftler Martin Hellwig. Beide Preisträger erhalten je 750.000 Euro, die zur Finanzierung ihrer grenzüberschreitenden Forschungsvorhaben gedacht sind.

Pistor blickt auf eine außergewöhnliche Karriere zurück. Schon nach dem ersten Staatsexamen, das sie 1988 in Freiburg ablegte, orientierte sie sich international. In den 1990er-Jahren forschte sie in Osteuropa zu den Umwälzungen von Staat und Wirtschaft, später zu der Entwicklung von Recht, Wirtschaft und Finanzmärkten in asiatischen Schwellenländern. Nach einiger Zeit als Professorin an der John F. Kennedy School of Government in Harvard ist sie seit 2001 Lehrstuhlinhaberin an der Columbia Law School in New York. Dort leitet sie zudem das ‚Center on Global Legal Transformation‘.

Der Max-Planck-Forschungspreis ist einer der höchstdotierten Wissenschaftspreise in Deutschland. Er wird vom Bundesbildungsministerium finanziert und von der Alexander von Humboldt-Stiftung und der Max-Planck-Gesellschaft vergeben. Die thematische Ausrichtung wechselt von Jahr zu Jahr, allerdings geht es immer um eine internationale Forschungsperspektive. 2012 ging es in der Ausschreibung um die Regulierung internationaler Finanzmärkte. Die Preisverleihung findet am 11. Oktober in Berlin statt. (Markus Lembeck)