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26.06.2012 | Autor/in: Markus Lembeck
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Zusammenarbeit: DAV festigt Kontakte in der Türkei

Der Deutsche Anwaltverein (DAV) hat im Juni einen Ableger in der Türkei gegründet. Der DAV Türkei soll als Brücke zwischen den Anwälten vor Ort und der internationalen Anwaltschaft dienen und sich auch in der Ausbildung engagieren. Erste Vorsitzende ist die Kölner Rechtsanwältin Handan Ilhan.

„Der DAV Türkei spiegelt nicht nur die Bedeutung des Wirtschaftsstandortes und der Region wider“, sagte der DAV-Präsident Professor Dr. Wolfgang Ewer anlässlich der Gründung. „Er fördert auch den Ausbau der deutsch-türkischen Rechts- und Wirtschaftsbeziehungen.“ Die wirtschaftliche Seite ist nur ein Aspekt der Zusammenarbeit. Teile des türkischen Rechts sind stark von deutschen Juristen geprägt worden. Insbesondere die Emigration von deutschen Juraprofessoren in die Türkei führte während und nach der Nazizeit dazu, dass viele türkische Juristen von deutschen Hochschullehrern ausgebildet wurden.

Der DAV will sich auch dafür stark machen, dass der Plan zur Schaffung einer deutsch-türkischen Juristenfakultät in der Türkei endlich umgesetzt wird. Der Aufbau einer solchen Fakultät, die bereits vor drei Jahren gegründet werden sollte (mehr …), ist jedoch ins Stocken geraten. Einige deutsche Universitäten haben unterdessen in der Türkei eigene Anknüpfungspunkte geschaffen. So kooperiert zum Beispiel die Universität Köln bereits mit verschiedenen Hochschulen vor Ort, unter anderem für den LL.M.-Studiengang Deutsches und Türkisches Wirtschaftsrecht und einen neuen, grenzüberschreitenden Doppelabschluss (mehr …). (Markus Lembeck)