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22.05.2012 | Autor/in: Markus Lembeck
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Jurist gesucht: Neue Kommission soll Arzneien und Lebensmittel abgrenzen

Die Bundesregierung sucht Wissenschaftler für eine Expertenkommission, die sich mit der Abgrenzung von Lebens- und Arzneimitteln beschäftigen wollen. Neben Naturwissenschaftlern verschiedener Disziplinen sind auch Juristen gefragt, die sich mit Arznei- und Lebensmittelrecht auskennen.

 

Abgrenzung: Welche Stoffe dürfen in Lebensmitteln enthalten sein?

Geplant ist eine gemeinsame Kommission des Bundesamts für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) und des Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Ihre Mitglieder sollen sich mit Nahrungsergänzungsmitteln sowie angereicherten Lebensmitteln beschäftigen. Sind Lebensmittel, die mit Stoffen aus der Pharmazie angereichert sind, verkehrsfähig, oder gehen von ihnen gesundheitliche Gefahren aus? Das neue Gremium soll Politiker und Risikomanagern auf wissenschaftlicher Grundlage praktische Hilfen geben – mit Kriterienkatalogen, Entscheidungsbäumen und Gutachten.

Das BVL und das BfArM werden für die Kommission jeweils ein Mitglied ohne Stimmrecht benennen, die Geschäftsstelle der Kommission leiten sowie das Fachwissen der beiden Häuser einbringen. Die Bundesländer und das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) entsenden eigene Sachverständige. Daneben gibt es ein Ausschreibungsverfahren für sechs weitere Plätze. Gesucht werden externe Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus den Bereichen Pharmazie, Medizin, Lebensmittelchemie, Chemie, Biologie, Biotechnologie und Rechtswissenschaften. Eine Bewerbung ist bis zum 16. Juli 2012 möglich. (Markus Lembeck)

http://www.bvl.bund.de/expertenkommission
http://www.bfarm.de/DE/Arzneimittel/1_vorDerZul/expKomm/expKomm-node.html