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27.03.2012 | Autor/in: Norbert Parzinger
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USA: Frühjahrsbonus für Associates fällt aus

Die Hoffnung amerikanischer Großkanzlei-Associates auf eine weitere „Spring Bonus“-Saison scheint sich nicht zu bewahrheiten. Anders als im März 2011 hat bislang keine Kanzlei angekündigt, zusätzlich zu den üblichen Prämien zum Jahresende auch einen Frühjahrsbonus auszuschütten.

Im letzten Jahr hatten insgesamt 47 Sozietäten in den USA ihren Associates einen Spring Bonus in Höhe von bis zu 20.000 US-Dollar bezahlt. Den Reigen eröffnet hatte die „White Shoe“-Sozietät Sullivan & Cromwell. Neben etlichen einheimischen Transaktionskanzleien, die traditionell mit bonuslastigen Vergütungsstrukturen operieren, hatte sich zur Überraschung einiger Beobachter auch das New Yorker Büro von Freshfields Bruckhaus Deringer angeschlossen.

In den meisten Kanzleien wurde die Sonderzahlung im letzten Jahr mit der erfreulichen Geschäftsentwicklung 2010 begründet. Analysen der amerikanischen Branchenpresse zeigten allerdings, dass die Kanzleien nach Jahren des – teils radikalen – Personalabbaus wieder deutlichen Bedarf an Associates in den ersten Berufsjahren hatten.

Während der Boomjahre bis zum Anbruch der Subprime-Krise hatten Kanzleien in den USA regelmäßig Extraboni zum Frühjahrsbeginn gewährt. Im deutschen Markt sind Frühjahrsboni bislang nicht üblich; beim Wettlauf um das höchste Einstiegsgehalt (mehr…) steht stattdessen das Fixum im Vordergrund. Einzig Latham & Watkins hatte auch ihren deutschen Associates 2011 einen Zusatzbonus in unbekannter Höhe bezahlt. (Norbert Parzinger)