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31.01.2012 | Autor/in: Markus Lembeck
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Mannheim: Unternehmensjuristen erzielen gute Noten

Der Mannheimer Bachelor-Studiengang „Unternehmensjurist“ hat nach gut drei Jahren die ersten Absolventen hervorgebracht. Die Noten der drei Abschlussklausuren im Zivilrecht liegen nach Auskunft der Universität Mannheim deutlich über dem baden-württembergischen Landesdurchschnitt.

Über 30 Prozent der Studierenden erreichten mehr als 8 Punkte, auch der Notenanteil im Prädikatsbereich ist nach Auskunft der Universität außergewöhnlich. Den klassischen Jurastudiengang hatte Mannheim vor einigen Jahren umgebaut und gleichzeitig den Bachelorstudiengang Unternehmensjurist neu geschaffen (mehr …). „Das Interesse ist groß“, berichtet Studiendekan Professor Dr. Oliver Brand. „Die Nachfrage ist von 2008 bis heute kontinuierlich gestiegen. Derzeit stehen pro Jahrgang 274 Studienplätze zur Verfügung – alle voll belegt.“ Rund 1.000 Bewerber hatten sich zum laufenden Wintersemester gemeldet.

Das Studium besteht zu zwei Dritteln aus juristischen und zu einem Drittel aus ökonomischen Inhalten, welche die Mannheimer Fakultät für Betriebswirtschaftslehre beisteuert. Zu Beginn stehen die BWL-Anteile im Vordergrund, im zweiten und dritten Jahr sind die Jura-Veranstaltungen auch im Hinblick auf die Examensvorbereitung am zahlreichsten. Im Rahmen des LL.B.-Studiengangs absolvieren die Studierenden auch bereits den universitären Schwerpunktbereich, der zu 30 Prozent in die Examensnote einfließt.

Nach dem erfolgreichen Abschluss der Bachelorprüfung stehen den Absolventinnen und Absolventen mehrere Optionen offen. Sie können ihr Studium als reguläres Jurastudium weiterführen und die erste juristische Staatsprüfung anstreben. Dafür müssen sie nach anderthalb bis zwei Jahren noch drei weitere Klausuren bestehen. Nach Auskunft von Professor Brand haben sich drei Viertel der Absolventen für diese Fortsetzung entschieden. Als frischgebackene Bachelor können die Absolventen aber auch einen juristischen oder betriebswirtschaftlichen Master-Studiengang besuchen oder unmittelbar in das Berufsleben einsteigen.

Mit der Umstellung des juristischen Regelstudiums auf das Bachelor-Modell und der gleichzeitigen Einbindung von wirtschaftswissenschaftlichen Inhalten waren die Mannheimer Juristen Pioniere. Die im Herbst gestartete Juristenausbildung an der privaten EBS-Universität setzt auf eine ähnliche Verknüpfung von Recht und Wirtschaft. (Markus Lembeck)