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31.01.2012 | Autor/in: Norbert Parzinger
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Interdisziplinär: Unis Konstanz und Lille forschen zu Logik und Recht

Den Wechselwirkungen von Logik und Recht ist ein gemeinsames Forschungsprojekt der Universitäten Konstanz und Lille 3 gewidmet, das im April 2012 startet.

In Konstanz leitet Professor Dr. Matthias Armgardt vom Lehrstuhl für Zivilrecht und Rechtsgeschichte das Projekt, auf französischer Seite der Philosoph Professor Dr. Shahid Rahman.

Übergreifendes Ziel des Projekts ist die Entwicklung einer Theorie der Wertungswidersprüche, die die Abwägung unterschiedlicher oder widersprüchlicher Regelungen aus verschiedenen Rechtsordnungen erleichtern soll. Damit stellen die Projektteilnehmer vor allem auf eine künftige europaweite Harmonisierung des Privatrechts ab.

In drei Teilprojekten beschäftigen sich die Forscher mit dem Einfluss der stoischen Logik auf das römische Recht sowie mit den rechtsreformerischen Bestrebungen Gottfried Wilhelm Leibniz‘ und gehen der Frage nach, wie sich aktuelle Ansätze der dialogischen Logik für die Rechtswissenschaften nutzbar machen lassen.

Die Kooperation ist zunächst auf drei Jahre angelegt. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft und die französische Agence Nationale de la Recherche fördern das Projekt mit zusammen 845.000 Euro. (Norbert Parzinger)