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20.12.2011 | Autor/in: Markus Lembeck
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Forschung: Mercator Research Center fördert Bochumer Juristen

Mit rund 1,7 Millionen Euro fördert das Mercator Research Center Ruhr (Mercur) erneut Forschungsprojekte im Ruhrgebiet, darunter auch ein Thema aus dem juristischen Bereich. Das Projekt „Religiöse Argumente im rechtspolitischen und juristischen Diskurs“ untersucht den Einfluss religiöser Überzeugungen von Bürgern und Religionsgemeinschaften auf die öffentliche Diskussion sowie die Gestaltung der staatlichen Rechtsordnung.

„Der Staat ist zur Neutralität verpflichtet, gleichzeitig werden religiös eingefärbte Argumente insbesondere in Regelungsbereichen mit ethischem Konfliktpotenzial immer wieder vorgebracht“, erläutert Professor Dr. Stefan Huster von der Juristischen Fakultät der Ruhr-Universität Bochum. „Dieses Spannungsverhältnis wirft erhebliche Probleme für die Rechtsordnung auf, wenn etwa aufgrund religiöser Mehrheitsüberzeugungen in Freiheitsrechte der Bürger eingegriffen werden soll.“ Huster lehrt Staats- und Verwaltungsrecht mit besonderer Berücksichtigung des Sozialrechts. Das Projekt knüpft an die Thematik des Bochumer Centrums für religionswissenschaftliche Studien an und soll die Profilbildung der Universität unterstützen.

In der jetzt abgeschlossenen dritten Ausschreibungsrunde von Mercur konnten acht von insgesamt 26 eingereichten Forschungsanträgen das wissenschaftliche Expertengremium überzeugen. Seit 2010 fördert die Initiative der Stiftung Mercator und der Universitätsallianz Metropole Ruhr (UAMR) damit insgesamt 59 Projekte mit einem Volumen von knapp sieben Millionen Euro. Ziel ist es, das wissenschaftliche Potenzial des Ruhrgebiets zu stärken und die UAMR im nationalen und internationalen Wettbewerb schlagkräftiger zu machen. (Markus Lembeck)

www.mercur-research.de