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20.12.2011 | Autor/in: Markus Lembeck
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Bayern: Juristische Hilfen für Unternehmen

Kleine und mittelständische Unternehmen können sich in einem Online-Kurs der Universität Würzburg über juristische Grundlagen ihres Geschäfts informieren. Die Würzburger Juristenfakultät hat mit Förderung des Europäischen Sozialfonds typische Rechtsfragen zusammengetragen und gibt in einer Art Erste-Hilfe-Programm alltagstaugliche Antworten.

Die rechtlichen Inhalte des Kurses sind laut Universität so aufbereitet, dass sie für juristische Laien verständlich und nutzbar sind.  „Wir möchten den teilnehmenden Unternehmensmitarbeitern die bei Laien leider oft vorherrschende Angst vor der Materie Recht nehmen“, so Professorin Dr. Inge Scherer, die das Projekt betreut.Im Idealfall können die Teilnehmer des Kurses juristische Probleme dann ohne externe Hilfe lösen. „Dazu bieten wir übersichtliche Checklisten und Formulierungsvorschläge für Schreiben an. Die Unternehmen sollen einen möglichst hohen Nutzen aus dem Projekt ziehen und ihren Geschäftsalltag rechtlich ordnungsgemäß abwickeln können.“Scherer ist bereits seit 2005 mit verschiedenen juristischen E-Learning-Projekten für die Virtuelle Hochschule Bayern (vhb) beschäftigt, die auch das KMU-Projekt trägt.

Betreuer des Kurses sind Benedikt Kaufmann und Katrin Blendel. In Online-Foren können sich die Kursbesucher mit den Betreuern und den anderen Teilnehmern über ihre Erfahrungen beim Lösen rechtlicher Probleme austauschen. Das Feedback wird zu einer kontinuierlichen Verbesserung der Kursinhalte genutzt.

An der Universität Bayreuth widmen sich Juristen und Wirtschaftswissenschaftler den Problemen von Familienunternehmen. In der neuen Forschungsstelle arbeiten jeweils sieben juristische und ökonomische Lehrstühle zusammen. Familienunternehmen sind durch die enge Verzahnung von Unternehmen, Unternehmerfamilie und Unternehmensführung gekennzeichnet, die ein besonderes Konfliktpotenzial birgt.

Die Bayreuther Wissenschaftler wollen, etwa im Rahmen von Gutachten oder in individuellen Workshops, Familienunternehmen bei der Bewältigung der vielfältigen Fragen des Unternehmensrechts und der Unternehmensführung zu unterstützen. Ein Beirat soll den engen Kontakt mit den relevanten Unternehmen sicherstellen. Diesem Beirat gehören erfahrene Familienunternehmer wie Jon Baumhauer, Vorstandsvorsitzender der E. Merck KG (Mehrheitsaktionärin der Darmstädter Merck-Gruppe) und Christoph Böninger, Mitglied des Aufsichtsrates und Vorsitzender des Beirats der Franz Haniel & Cie. GmbH, an. Geleitet wird die Forschungstelle von Öffentlich-Rechtler Professor Dr. Kay Windthorst. (Markus Lembeck)

IM INTERNET

www.familienunternehmen.uni-bayreuth.de