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12.10.2011 | Autor/in: Markus Lembeck
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Humboldt-Universität: Google finanziert Internet-Institut

Das von Google finanzierte „Institut für Internet und Gesellschaft“ soll im Herbst an der Juristischen Fakultät der Berliner Humboldt-Universität (HU) seine Arbeit aufnehmen. 4,5 Millionen Euro bringt der Internet-Konzern für die ersten drei Jahre auf.

Zehn Mitarbeiter sollen aus wissenschaftlicher Perspektive „die vom Internet ausgelösten und verstärkten Veränderungen der Gesellschaft“ untersuchen und darauf aufbauend Vorschläge für eine verantwortungsvolle Nutzung des Internets machen. HU-Präsident Jan-Hendrik Olbertz kündigte einen „Dialog der Wissenschaften“ an. Der fachliche Input wird von Informatikern, Wirtschaftswissenschaftlern, Soziologen und Juristen kommen. Mit der HU kooperieren die Berliner Universität der Künste, das Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung und das Hamburger Hans-Bredow-Institut. Den juristischen Part im Gründungsteam übernimmt Professor Dr. Ingolf Pernice, der an der Humboldt-Universität das Walter Hallstein-Institut für Europäisches Verfassungsrecht leitet.

Google will nicht der einzige Geldgeber bleiben, sondern auch andere Unternehmen sowie die öffentliche Hand als Förderer gewinnen. Außerdem betonen Vertreter von Google, dass keine Auflagen für die Forschung gemacht werden. Allerdings gibt es durchaus ein Interesse an den Ergebnissen. Eine geplante Einrichtung namens „Regulation Watch“, die einen internationalen Vergleich von Internet-Verboten und -Reglementierungen erstellen soll, würde Google zumindest Argumentationshilfen für das Wachstum in staatlich regulierten Märkten geben. (ML)

Im Internet: http://www.internetundgesellschaft.de/