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27.09.2011 | Autor/in: Markus Lembeck
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Europarecht: Jena erhält Jean Monnet-Lehrstuhl

Professor Dr. Matthias Ruffert von der Friedrich-Schiller-Universität Jena ist seit September zusätzlich Inhaber eines Jean-Monnet-Lehrstuhls für Europäische Integration.

Mit dem Titel würdigt die Europäische Union Hochschullehrer, die eine starke europäische Ausrichtung in Forschung und Lehre aufweisen. Ruffert lehrt in Jena seit 2002 Öffentliches Recht, Europarecht und Völkerrecht. Der Jean-Monnet-Lehrstuhl ist auf drei Jahre befristet und von der EU mit 40.000 Euro dotiert.

 

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Europäische Auszeichnung für Professor Matthias Ruffert

Ruffert möchte die Förderung dazu nutzen, das Verwaltungsrecht im Europäischen Verwaltungsverbund in den Mittelpunkt zu stellen. „Es geht hierbei um die zunehmende Vernetzung der Verwaltungen der EU-Mitgliedstaaten untereinander und mit der zentralen EU-Verwaltung sowie insbesondere um deren rechtliche Aufarbeitung“, sagte er. Das Handeln der Verwaltungen hat nicht zuletzt große wirtschaftliche Bedeutung. Beispiele sind die Regulierungsverwaltung in den Feldern Energie und Telekommunikation sowie das Produktzulassungsrecht.

Die mit der Ernennung verbundenen Fördermittel werden nun in verschiedene Lehrprojekte der Universität Jena fließen. Insbesondere das Schwerpunktstudium in den europarechtlichen Fächern der Rechtswissenschaftlichen Fakultät wird unterstützt, zum Beispiel durch eine Erweiterung des Seminarprogramms. Außerdem plant Ruffert zusätzliche Veranstaltungen für Zielgruppen außerhalb der Hochschule, etwa zur Fortbildung von Verwaltungsrichtern oder für Multiplikatoren in der politischen Bildung. Die Lehrstuhl-Auszeichnung ist nach dem französischen Unternehmer Jean Monnet benannt, der einer der Wegbereiter der europäischen Integration nach dem Zweiten Weltkrieg war. (Markus Lembeck)

http://ec.europa.eu/education/jean-monnet/doc611_en.htm