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05.09.2011 | Autor/in: Norbert Parzinger
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Cottbus: Master-Studiengang über Forensic Sciences

Der Sachbeweis in Strafverfahren steht im Mittelpunkt eines neuen Studiengangs, den die Brandenburgische Technische Universität (BTU) Cottbus anbietet.

„Forensic Sciences and Engineering“ startet zum Wintersemester als berufsbegleitender Masterstudiengang, der nach einem Jahr zum Abschluss Master of Science (M.Sc.) führt. Unterrichtet wird an den Wochenenden, jeweils freitags bis sonntags. Der neue, gebührenpflichtige Kurs kann auch in Teilzeit belegt werden, dann verlängert sich die Studiendauer auf vier Semester. Bewerbungen sind aktuell noch bis zum 15. September möglich.

Konzept und Inhalte für den M.Sc.-Kurs basieren auf dem bereits früher gestarteten EU-Projekt Eurofos, in dem die Cottbuser mit den italienischen Hochschulen in Parma und Messina sowie mit der Universität ELTE in Budapest kooperieren. Die deutschen Teilnehmer können wegen dieser Zusammenarbeit einen Doppelabschluss beziehungsweise einen europäischen Master erwerben.

Inhaltlich orientiert sich das Kursprogramm stark an technischen Fragen. Die naturwissenschaftlichen Grundlagen der Forensik werden ebenso behandelt wie die technischen Analysemethoden. Juristische Fragen spielen deshalb eine untergeordnete Rolle, allerdings geht es in dem Themenblock „Forensische Praxis“ auch um Kriminologie und Kriminalistik. Die Zielgruppe für den Studiengang ist groß: Sowohl Richter, Strafverteidiger, Staatsanwälte und Gutachter sowie Behördenmitarbeiter und Versicherungsexperten sollen von dem Angebot profitieren. (ML)