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23.09.2011 | Autor/in: Norbert Parzinger
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China: Neue Kooperationen der Unis in Hamburg und Würzburg

Seit Mitte August nehmen rund 20 Beamte des Staatsrates der Volksrepublik China an einer Sommerschule in Hamburg teil. Die Schulung zum deutschen Verwaltungsrecht findet am Europa-Kolleg der Universität Hamburg statt. Inhalt des 14-tägigen Lehrgangs sind verwaltungsrechtliche Vorlesungen, außerdem besucht die Delegation verschiedene Behörden und Gerichte in der Hansestadt. Veranstaltet wird die Sommerschule vom Bundesjustizministerium, der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) und dem Verein Rechtsstandort Hamburg.

„Ein politisch hehres Ziel wie die Stärkung von Rechtsstaatlichkeit in China kann weder über Nacht noch aufgrund ausländischen Einflusses in China erreicht werden. Entscheidungsträger in China müssen die Praxis des Rechts in Deutschland erfahren und daraus eigene Schlüsse ziehen“, erläuterte Professor Dr. Hinrich Julius, der in Hamburg den Lehrstuhl für Rechtsdialog mit Schwellenländern innehat und von 2004 bis 2009 das Pekinger Rechtskooperationsbüro der GIZ-Vorgängerin GTZ leitete.

Währenddessen gab die Jura-Fakultät der Universität Würzburg bekannt, künftig mit den Juristen der Renmin-Universität Peking zu kooperieren. Ein entsprechendes Abkommen unterzeichneten die Dekane beider Fakultäten Anfang August. Die Hochschulen planen nach eigenen Angaben den Austausch von Wissenschaftlern und Studierenden sowie die gemeinsame Veranstaltung von Tagungen. (NP)