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02.08.2011 | Autor/in: Norbert Parzinger
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Universität Köln plant Master-Studiengang für deutsches und chinesisches Recht

Darauf einigten sich der Rektor der Kölner Universität, der nordrhein-westfälische Wissenschaftsminister und der Präsident der China University of Political Science and Law (CUPL) in Peking im November 2009. Sie betonten die Bedeutung eines deutsch-chinesischen Rechtsstaatsdialogs und die hervorgehobene Rolle patentrechtlicher Themen. Zunächst soll der Studentenaustausch zwischen den beiden Hochschulen gefördert und eine jährliche Sommerakademie eingeführt werden. Wann die ersten konkreten Programme starten werden, ist noch offen.
An der Universität Köln könnte mit diesem Projekt die Zusammenarbeit von Juristen und Sinologen ausgebaut werden. Schon seit 1992 gibt es in Köln eine eigene Professur für chinesische Rechtskultur, die allerdings nicht der juristischen Fakultät, sondern dem Ostasiatischen Seminar der Philosophischen Fakultät zugeordnet ist. Lehrstuhlinhaber ist Professor Dr. Robert Heuser. Studenten der Bachelor- und Masterstudiengänge „Regionalstudien China“ und „China-Studien“ werden bereits in den ersten Semestern Veranstaltungen zu rechtswissenschaftlichen und rechtshistorischen Themen angeboten. Teilnehmer des Masterstudiengangs können die juristischen Inhalte zusätzlich in Veranstaltungen der rechtswissenschaftlichen Fakultät vertiefen.
Gemeinsam mit der Université Paris I (Panthéon-Sorbonne) bietet die Universität Köln bereits Studienprogramme für deutsch-französische Rechtwissenschaften (LL.B. / Maîtrise en Droit und LL.M. Wirtschaftsrecht) an. In Kooperation mit dem University College London wird ebenfalls ein LL.B.-Programm angeboten.