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02.08.2011 | Autor/in: Norbert Parzinger
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Universität Halle-Wittenberg richtet IP-Stiftungsprofessur ein

Die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg richtet zum Sommersemester 2010 einen neuen Lehrstuhl für Recht des geistigen Eigentums ein.

Über die nächsten fünf Jahre wird die Stiftungsprofessur von der Deutschen Vereinigung für gewerblichen Rechtsschutz und Urheberrecht (GRUR) und der Industrie- und Handelskammer Halle-Dessau mitfinanziert. Die GRUR beteiligt sich dabei mit jährlich bis zu 80.000 Euro, während die IHK Halle-Dessau einmalig 50.000 Euro zuschießt. Im Anschluss stellt die Universität eine reguläre Professorenstelle zur Verfügung.

Bei einem Treffen der Vertragspartner am 22. Januar betonte der Sprecher des halleschen Jura-Bereichs, Professor Dr. Schmidt-De Caluwe, die wirtschaftliche, politische und kulturelle Bedeutung einer fundierten universitären Ausbildung in Fragen des geistigen Eigentums. In Deutschland habe man „eine an Technologien reiche Wirtschaftsstruktur mit hohen Investitionen in Erfindungen und Entwicklungen, zudem ein reichhaltiges Kunst- und Kulturleben“. Dies gelte es wirksam zu schützen. GRUR-Generalsekretär Dr. Michael Loschelder unterstrich daneben besonders die Bedeutung markenrechtlicher Themen.

Benannt wird die Professur nach dem Frühaufklärer Nikolaus Hieronymus Gundling, der von 1715 bis zu seinem Tod 1729 in Halle lehrte und als Mitbegründer der Lehre vom geistigen Eigentum gilt. Das Auswahlverfahren läuft bereits. (NP)