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02.08.2011 | Autor/in: Norbert Parzinger
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Umweltpolitik: Kasseler Wirtschaftsrechtler durchleuchten Immissionsschutz

Nachhaltigkeit zwischen Ordnungsrecht und Anreizsystemen: Diesem Spannungsfeld widmet sich unter dem Projekttitel  „DABEI“ ein Team des Kasseler Instituts für Wirtschaftsrecht. Das Akronym bezeichnet die „dynamische Analyse und Bewertung von umweltpolitischen Instrumenten“.

Das geltende Bundesimmissionsschutzgesetz aus dem Jahr 1974, so die Wissenschaftler, gelte aufgrund hoher bürokratischer Hürden bei der Genehmigung neuer Anlagen als innovations- und wachstumshemmend; eine Alternative könne etwa der Handel mit Emissionszertifikaten bieten. Per Computersimulation wollen die Forscher untersuchen, inwieweit anreizorientierte Systeme in die bestehenden Regelungen einbezogen werden oder diese vollständig ersetzen könnten.
Unternehmen und Regierungsbehörden sollen in die Untersuchung mit eingebunden werden. Das Bundesforschungsministerium unterstützt das Projekt mit rund 300.000 Euro im Rahmen des Förderschwerpunkts „Wirtschaftswissenschaften für Nachhaltigkeit“. (NP)