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02.08.2011 | Autor/in: Markus Lembeck
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Mercator-Stiftung fördert Juristen: Compliance und internationales Kolleg

Das Compliance-Kolleg in Bochum ist zunächst auf zwei Jahre angelegt. Acht Promotionsstipendien in Höhe von monatlich 1.200 Euro stehen für junge Rechtswissenschaftler zur Verfügung. Zu den Gesamtkosten steuert die Mercator-Stiftung 100.000 Euro bei. Der Bochumer Jura-Dekan Professor Dr. Martin Burgi erklärt die Erforschung der rechtlichen Grauzone rund um Compliance zur spannenden Aufgabe: „Die rechtswissenschaftliche Herausforderung ist, den bisherigen Umgang mit Compliance in der Praxis kritisch zu reflektieren und erstmals systematisch zu erfassen.“
Besonderen Wert legen die Bochumer Forscher auf die Einbindung von Unternehmen und Wirtschaftskanzleien, um auch die Compliance-Praxis in den Blick zu bekommen. Von Kanzleiseite unterstützen zum Beispiel Aulinger, Freshfields Bruckhaus Deringer, Hengeler Mueller und Linklaters das intradisziplinäre Kolleg, beteiligt sind außerdem die Rechtsanwälte Dr. Christoph Hauschka, früher Chefjurist des Baukonzerns Züblin, und Strafrechtler Dr. Sven Thomas. Das Kolleg soll bereits Anfang April starten, für Bewerbungen zu den Stipendien sind nur noch wenige Tage Zeit: Bewerbungen mit den üblichen Unterlagen sind bis zum 26. Februar 2010 vorzugsweise per E-Mail an die Ruhr-Universität zu richten.
Etwas mehr Zeit gewährt das Mercator-Kolleg für internationale Aufgaben seinen Interessenten: Bis Ende März läuft die Bewerbungsfrist für das Programm, das im September 2010 zum zweiten Mal beginnt. Die Teilnehmer werden in 13 Monaten auf eine Führungsposition in internationalen Organisationen sowie Nichtregierungsorganisationen vorbereitet. 2009 hatten sich über 350 Absolventen beworben.Dazu absolvieren die 20 Kollegiaten mehrmonatige Praktika in solchen Einrichtungen und in Unternehmen. Der fachliche Hintergrund ist nicht ausschlaggebend. Neben Juristen werden zum Beispiel auch Ingenieure und Mediziner angesprochen.
„Wir suchen handfeste Kandidatinnen und Kandipost_daten, die keine Scheu haben, auch unter entbehrungsreichen Bedingungen zu arbeiten und die sich ohne Dünkel in ein internationales Team integrieren“, sagt Dr. Gerhard Teufel von der Studienstiftung des deutschen Volkes. Die Studienstiftung und das Auswärtige Amt sind für das internationale Kolleg Kooperationspartner der Stiftung Mercator, die in einem Zeitraum von fünf Jahren 5,7 Millionen Euro bereitstellt.
Die Mercator-Stiftung wurde 1996 gegründet und hat bislang über 82 Millionen Euro für Wissenschaft, Bildung und internationalen Austausch bereitgestellt. Das Stiftungskapital stammt von der Duisburger Familie Schmidt, die zu den Eignern der Metro Group gehört.
www.rub.de/burgi/bonir
www.mercator-kolleg.de