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02.08.2011 | Autor/in: Norbert Parzinger
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Mehr Geld: Associate-Einstiegsgehälter legen wieder zu

Vor einem Jahr hatten die ersten Großkanzleien ihren krisenbedingten „Pay-Freeze“ aufgehoben und die jährlichen Gehaltserhöhungen für Associates wieder in Gang gesetzt. Nun legen auch die Vergütungen für Berufseinsteiger auf breiterer Front zu.

CMS Hasche Sigle bezahlt Wunschkandidaten im ersten Berufsjahr seit Kurzem maximal 100.000 statt 90.000 Euro. Jones Day erhöhte ihr Maximum zuletzt von 105.000 auf 110.000 Euro. Jeweils 5.000 Euro mehr als vor einem Jahr erhalten Spitzenabsolventen auch bei Salans (80.000 Euro) und Hammonds (65.000 Euro). Bereits im vergangenen Frühjahr hatte Linklaters die Obergrenze beim Einstiegsgehalt von 95.000 auf 100.000 Euro angehoben. Noch nicht mit von der Partie ist Allen & Overy: Das 2009 im Zuge des Gehaltsfreeze auf 95.000 Euro gesenkte Einstiegsgehalt wurde bislang nicht wieder auf 100.000 Euro erhöht.

Der Aufwärtstrend betrifft keineswegs nur das werbewirksame Fixum für Idealbewerber. CMS und Hammonds haben zeitgleich das Einsteiger-Mindestgehalt um jeweils 5.000 Euro auf 80.000 bzw. 55.000 Euro erhöht. Beiten Burkhardt bietet Berufsanfängern statt 62.000 nun mindestens 70.000 Euro. Ihr bisheriges Minimum von 60.000 Euro haben auch Graf von Westphalen (70.000 Euro) und Friedrich Graf von Westphalen (65.000 Euro) aufgestockt. Bei Heuking Kühn Lüer Wojtek beginnt die Gehaltsleiter nunmehr bei 72.000 statt 70.000 Euro. Weil Gotshal & Manges hat währenddessen ihr Mindestgehalt von 85.000 auf 82.000 Euro reduziert.

Nach azur-Recherchen suchen die deutschen Wirtschaftskanzleien derzeit deutlich mehr hoch qualifizierte Nachwuchsanwälte als noch vor einem Jahr – dringend, wie die aktuellen Gehaltssteigerungen zeigen. Zugleich tun sich die Sozietäten schwerer mit der Rekrutierung als vor der Finanzkrise.

Was junge Juristen bei über 300 Arbeitgebern in Deutschland verdienen können, lesen Sie in den azur100-Gehaltstabellen.