News
02.08.2011 | Autor/in: Markus Lembeck
Themen in dieser Nachricht:

Gerichtslabor der Bochumer Juristen erlaubt authentisches Prozess-Erlebnis

Der an der Ruhr-Universität neu eingerichtete kleine Saal ist mit Richterpodest, Bänken für Kläger und Beklagte sowie einem Zeugenplatz authentisch eingerichtet. Auch die Zuschauerbänke erinnern an tatsächliche Amts- oder Landgerichte. Zur Ausstattung gehören außerdem Anwaltsroben und technische Gegenstände wie Diktiergeräte oder eine komplette Mikrofonanlage. Nur in einem Punkt weicht die Ausstattung ab: Eingebaute Videokameras erlauben die nachträgliche Analyse der Verhandlungssituation.
Für Umbau und Einrichtung des Saals gab die Ruhr-Uni rund 50.000 Euro aus, die zum großen Teil aus Studienbeiträgen stammen. Der Dekan der Juristischen Fakultät, Professor Dr. Martin Burgi stellte das Projekt in eine Reihe mit anderen Aktivitäten: „Die Einrichtung des Gerichtslabors ist ein Teil unserer Gesamtoffensive für die Lehre, die wir bereits im Sommersemester 2009 begonnen haben.“ Seitdem gibt es in Bochum sowohl Exzellenzkurse für besonders gute Studierende als auch Wiederholerkurse für gescheiterte Teilnehmer am Ersten Staatsexamen.
Der Raum ist bereits ab Januar für zahlreiche Veranstaltungen gebucht. Zunächst sind laut Koordinator Professor Dr. Peter Windel Moot-Court-Vorbereitungstreffen geplant, außerdem eine Einführung in die Mediation und ein Seminar zur höchstrichterlichen Rechtsprechung. Das Gerichtslabor bietet sich auch an für Soft-Skills-Schulungen, etwa zur Förderung der rhetorischen Kompetenz.