News
02.08.2011 | Autor/in: Alke Hamann
Themen in dieser Nachricht:

Aufträge von Bund und EU für Rechtswissenschaftler aus Halle und Münster

Zwei Professoren der juristischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU), Caroline Meller-Hannich und Armin Höland, haben eine Ausschreibung der Bundesanstalt für Ernährung und Landwirtschaft (BLE) für sich entschieden.

Sie werden ein einjähriges und mit knapp 156.000 Euro dotiertes Projekt leiten, in dem ein Überblick über die im nationalen Recht bestehenden Instrumente des kollektiven Rechtsschutzes erarbeitet werden soll. Professorin Meller-Hannich ist Inhaberin des Lehrstuhls für Bürgerliches Recht, Zivilprozessrecht und Handelsrecht an der MLU und arbeitet viel im Bereich des Verbraucherschutzrechts. Professor Höland, Inhaber des Lehrstuhls für Bürgerliches Recht, Arbeitsrecht und Recht der sozialen Sicherheit, ist neben seinem Forschungsschwerpunkt der Rechtssoziologie auch Auslandsbeauftragter der Juristischen Fakultät.

Hintergrund des Projektes ist das Interesse der Europäischen Gemeinschaft an der Weiterentwicklung kollektiver Rechtsschutzinstrumente wie etwa Verbandsklagen, die in Deutschland vergleichsweise stark entwickelt sind. Mit Hilfe des Projektes, das auch die Schaffung mehrerer Stellen für wissenschaftliche Mitarbeiter ermöglicht, sollen die vorhandenen Instrumente in Hinblick auf eine europäische Weiterentwicklung analysiert und bewertet werden.

Die Weiterentwicklung unterschiedlicher gesetzlicher Regelungen in der EU liegt auch der Berufung des Münsteraner Arbeits-, Sozial- und Wirtschaftsrechtlers Professor Dr. Heinz-Dietrich Steinmeyer in eine Expertengruppe der Europäischen Kommission zugrunde. Steinmeyer, der auch Dekan der juristischen Fakultät Münster ist, wurde auf Vorschlag der Hochschulrektorenkonferenz in die Gruppe berufen, die sich mit rentenrechtlichen Problemen bei internationaler Mobilität von Forschern befassen. Bislang werden internationale Wechsel von Wissenschaftlern an Hochschulen und Forschungseinrichtungen auch innerhalb der EU durch bürokratische Hindernisse und die Gefährdung bereits erworbener Versorgungsansprüche erschwert. Die Expertengruppe wird Ende Januar ihre Arbeit aufnehmen und nach einem halben Jahr ihre Empfehlungen vorstellen. (ML)