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03.06.2011 | Autor/in: Markus Lembeck
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Privatheit: Graduiertenkolleg erhält DFG-Förderung

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert mit voraussichtlich 1,9 Millionen Euro ein neues Graduiertenkolleg an der Universität Passau. Bis 2016 forschen Promovierende aus verschiedenen Fächern zum Thema „Privatheit – Formen, Funktionen, Transformationen.“

Passau

Graduiertenkolleg: Passau forscht zum Thema Privatheit

In einem gemeinsamen Antrag haben acht Lehrstühle der Philosophischen und der Juristischen Fakultät das gesellschaftliche Spannungsfeld umschrieben, das durch den wissenschaftlichen Nachwuchs erforscht werden soll: In den sozialen Netzwerken des Internets öffnen viele Menschen ihr Privatleben dem Zugang anderer. Gleichzeitig gibt es viele Datenschutz-Anstrengungen, aber auch den Zugriff des Staates auf Daten etwa zur Krimalitätsbekämpfung und Phänomene wie die Volkszählung. Diese gegenläufigen Prozesse sollen die Nachwuchswissenschaftler erforschen und mit ihrem Hintergrund in den Rechts-, Medien- und Kulturwissenschaften Lösungen erarbeiten – zum Beispiel, welche
Mechanismen zum informationellen Selbstschutz taugen. Die Förderung ist bis 2016 geplant, aus den DFG-Mitteln werden Stipendien und Forschungsstellen finanziert. (ML)