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26.10.2010 | Autor/in: Markus Lembeck
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Vergaberecht: Internationaler Preis für Bremer Rechtsanwalt

Weil der IPA im Vorjahr nicht verliehen worden war, betrug die Preissumme diesmal das Doppelte der normalerweise verliehenen 5.000 Euro. Der International Public Procurement Award (IPA) ist ein von der ehemaligen Ministerialdirigentin Brigitte Krause-Sigle und dem Forum Vergabe gestifteter und europaweit ausgelobter Preis. Mit ihm werden junge Wissenschaftler aus Europa für eine herausragende wissenschaftliche Arbeit zum nationalen, europäischen oder internationalen Vergaberecht ausgezeichnet.
Die von der international besetzten Jury ausgewählte Dissertation von Mosters behandelt die Frage, ob internationales und europäisches Vergaberecht einer Beschaffungspolitik entgegenstehen, die das Einhalten grundlegender Arbeitsstandards berücksichtigt – Standards wie das Verbot ausbeuterischer Kinderarbeit oder das Verbot der Sklaverei. Die prämierte Arbeit steht damit an der Schnittstelle vieler aktueller Diskussionen. Die Frage, ob und inwieweit früher als vergabefremd verstandene soziale Zwecke bei der öffentlichen Beschaffung berücksichtigt werden dürfen, ist nach der Änderung des einschlägigen Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB) weiterhin aktuell und wird auch im internationalen Bereich intensiv und besonders bei der Änderung von Regelwerken diskutiert.
Der Preis soll im Jahr 2012 erneut verliehen werden. Bewerbungen können bereits jetzt beim Forum Vergabe eingereicht werden.
Im Internet: www.forum-vergabe.de