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26.10.2010 | Autor/in: Markus Lembeck
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Die Ressource Wasser: Mit juristischen Mitteln gegen Trockenheit

Das Marsilius-Kolleg wurde 2007 an der Universität Heidelberg eingerichtet, um interdisziplinäre Studien auf hohem Niveau zu fördern. Eine Forschungsgruppe des Kollegs beschäftigt sich mit Fragen rund um die globale Wasserverteilung. Die Gruppe wird von dem Umweltphysiker Werner Aeschbach-Hertig, dem Geografen Olaf Bubenzer und der Juristin Ute Mager geleitet. Zur Herbstschule haben die drei Wissenschaftler Experten aus Wissenschaft und Praxis zu Vorträgen und Diskussionen mit 30 ausgewählten Nachwuchswissenschaftlern aus dem In- und Ausland eingeladen.
Eine gerechte Wasserverteilung hat neben anderen Aspekten auch eine große politsche Brisanz. Ute Mager leitet daraus erheblichen Regelungsbedarf ab, sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene: „Es wird darauf ankommen, dass die rechtlichen Regelungen noch stärker als in der Vergangenheit die naturwissenschaftlichen Erkenntnisse berücksichtigen.“ In der Zusammenführung juristischer, sozialwissenschaftlicher und naturwissenschaftlicher Perspektiven sieht Aeschbach-Hertig vom Institut für Umweltphysik eine „zentrale Voraussetzung für ein wirklich nachhaltiges Management knapper Wasserressourcen“.
Die Veranstaltung im November stellt zunächst wissenschaftliche Disziplinen vor, die sich mit dem Thema Wasser beschäftigen, etwa die Hydrobiologie. Anschließend sollen Aspekte wie effiziente Wassernutzung, Wasseraufbereitung, Wassertransport oder Energieeinsatz thematisiert werden. Am Beispiel Jordaniens geht es schließlich um wasserrechtliche Fragestellungen.
Im Internet: www.bridging-the-water-gap.uni-hd.de