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31.08.2010 | Autor/in: Norbert Parzinger
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Lernen am lebenden Objekt: Universität Hannover eröffnet Legal Clinic

Hannoveraner Jurastudenten können künftig schon während des Studiums praktische Erfahrung als Rechtsberater sammeln. Erstmalig zum kommenden Wintersemester organisiert die Universität eine „Legal Clinic“, in der angehende Juristenab dem dritten Semester rechtshilfesuchende Kommilitonen aus allen Fakultäten beraten.

Neben praxisorientierter Problemlösung und Argumentation können sich die freiwilligen Teilnehmer so auch Routine im „Verhalten bei den Mandantengesprächen, Fristenverwaltung, Aktenführung und selbständiges Zeitmanagement“ aneignen, erläutern die Organisatoren. Die Beratung findet unter Anleitung zugelassener Rechtsanwälte statt.

Den Zeitaufwand pro Teilnehmer beziffert die Fakultät mit drei Semesterwochenstunden. Nach Am Semesterende erhalten die Studenten ein Teilnahmezertifikat. Während der vorlesungfreien Zeit werden zusätzlich vierwöchige Praktika in der juristischen Ambulanz angeboten.

„Legal Clinics“ zählen vor allem in den USA zum festen Inventar zahlreicher Law Schools. Amerikanische Hochschulen beteiligen sich häufig auch an lokalen Pro-Bono-Netzwerken, diekostenfreie oder stark rabattierte Rechtsberatung für Mittellose anbieten. In Deutschland ist die Initiative der Hannoveraner Juristen bislang einzigartig. (NP)