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31.08.2010 | Autor/in: Norbert Parzinger
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Hamburg: Neues Rechtsdidaktik-Zentrum, neuer Schwerpunktbereich, alter Professor

Als zweite deutsche Hochschule hat die Universität Hamburg zum August ein Zentrum für rechtwissenschaftliche Fachdidaktik eingerichtet. Die drei damit verbundenen, neuen Juniorprofessuren werden derzeit besetzt. Bereits im Mai hatte die Universität Passau ein Institut für Rechtsdidaktik eröffnet, das die Studenten vor allem bei der Prüfungsvorbereitung unterstützen soll.

Erste Mitteilungen der Hamburger Universität stellen dagegen die rechtswissenschaftliche Lehre als Forschungsgegenstand in den Mittelpunkt: In Vorbereitung seien derzeit etwa „empirische Studien über das Lernverhalten der Studierenden“. Aus diesen und ähnlichen Untersuchungen heraus soll das Zentrum schließlich auch neue Lehr- und Lernformen entwickeln und zur Qualifizierung von Lehrpersonal für juristische Fakultäten in Deutschland beitragen.

Neben den drei vorgesehenen Juniorprofessoren wird das Zentrum vom Dortmunder Hochschuldidaktiker Professor Dr. Johannes Wildt sowie den Hamburger Juraprofessoren Dr. Hans-Heinrich Trute (Öffentliches Recht, Medien- und Telekommunikationsrecht) und Dr. Reinhard Bork (Zivilprozessrecht und Allgemeines Prozessrecht) geleitet.

Der renommierte Insolvenzspezialist Bork hatte im Juli einen Ruf an die Universität Bonn erhalten, lehnte diesen aber Anfang August ab. In einem Brief an die Hamburger Studenten, die sich vehement für seinen Verbleib in der Hansestadt eingesetzt hatten, nannte der beliebte Hochschullehrer ein „sehr attraktives Bleibeangebot“ als Grund für seine Entscheidung.

Ebenfalls im August kündigte die Hamburger Jura-Fakultät die Schaffung eines neuen Schwerpunktbereichs „Maritimes Wirtschaftsrecht“ an. Zusätzlich zu bestehenden Lehrveranstaltungen im Seehandels-, -versicherungs- und -völkerrecht soll interessierten Studenten künftig auch die Möglichkeit geboten werden, weiter vertiefende Kenntnisse zu Spezialthemen wie Schiffsfinanzierung zu erwerben. Ein Starttermin steht noch nicht fest. Für die Zukunft plant die Universität außerdem einen Masterstudiengang „Seerecht“.