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27.04.2010 | Autor/in: Norbert Parzinger
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Vertragsrecht: Volkswagen-Stiftung fördert „Contract Governance“-Forscher

Das Forschungsprojekt „Contract Governance – Ordnung und Steuerung von Markt und Vertrag“ gehört zu den diesjährigen Gewinnern der „Schumpeter Fellowships“ der Volkswagen-Stiftung. Initiator des Vorhabens ist Dr. Florian Möslein vom Institut für Bank- und Kapitalmarktrecht der Berliner Humboldt-Universität.

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Florian Möslein

Angeregt nicht zuletzt durch die Krisenerfahrungen der letzten Jahre, will Möslein die Wechselwirkungen von vertragsrechtlichen und makroökonomischen Regelungsmechanismen erforschen. Die Förderungssumme in Höhe von 540.000 Euro soll unter anderem für den Aufbau einer Forschergruppe und die Veranstaltung von Fachtagungen verwendet werden.

Die nach dem Wirtschaftswissenschaftler Alois Schumpeter benannte Projektförderung vergibt die Volkswagen-Stiftung seit 2007 an innovative Forschungsvorhaben aus den Bereichen Sozial-, Wirtschafts- und Rechtswissenschaft. Jedes der acht 2010 ausgewählten Projekte wird mit 500.000 bis 600.000 Euro gefördert, die jeweils über einen Zeitraum von fünf Jahren ausgezahlt werden.

Mit dem Berliner Vertragsrechtsprojekt behandeln nunmehr drei der bislang 20 geförderten Forschungsvorhaben juristische Fragestellungen. Die beiden übrigen rechtswissenschaftlichen Projekte sind am Heidelberger Max-Planck-Institut für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht angesiedelt und untersuchen „Recht und Governance der Entwicklungszusammenarbeit“ sowie „Constitutional Reasoning in Europe“. (Norbert Parzinger)

http://www.volkswagenstiftung.de/foerderung/strukturen-und-personen/schumpeter-fellowships/bewilligungen-2010.html