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30.03.2010 | Autor/in: Norbert Parzinger
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Würzburger Umweltenergierechtler forschen zum Thema Elektroautos

Die Energierechtler befassten sich unter anderem mit der Frage, wie sich eine positive Klimabilanz sicherstellen lässt. „Es muss gewährleistet sein, dass diese Fahrzeuge zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien versorgt werden“, fordert Frank Sailer, Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Forschungsstelle.
Daneben untersuchten die Juristen die Zulässigkeit steuerlicher Anreize für Kauf und Betrieb von Elektroautos. Um den massiven Preisnachteil der Nullemissionsfahrzeuge zu kompensieren, war bereits eine Befreiung von der Mehrwertsteuer gefordert worden. Das geltende europäische Recht erlaubt jedoch allenfalls einen reduzierten Steuersatz. Weit wirksamer, so die Empfehlung der Wissenschaftler, wäre eine direkte Subventionierung nach dem Vorbild der europaweit erfolgreichen Abwrackprämien. Hierfür müssten allerdings die bereitgestellten Fördermittel deutlich aufgestockt werden.
Die Studie präzisiert einige Rahmenbedingungen für den 2009 vorgelegten Entwicklungsplan der Bundesregierung, nach dem Deutschland im kommenden Jahrzehnt zum „Leitmarkt der Elektromobilität“ werden soll. Im Jahr 2020 sollen auf den Straßen der Bundesrepublik eine Million Elektrofahrzeuge verkehren. Bis 2011 will man technische Normen und Standards festlegen, die Entwicklung von Batterie- und Antriebstechnik beschleunigen und neue Netzinfrastruktur verstärkt im Feldversuch testen. Zusätzlich zur Förderung bereits laufender Projekte stehen dafür 500 Millionen Euro aus dem Konjunkturpaket II zur Verfügung.