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26.01.2010 | Autor/in: Norbert Parzinger
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Deutsch-chinesischer Magisterstudiengang in Göttingen geplant

Die Universität Göttingen wird gemeinsam mit ihrer Partnerhochschule im ostchinesischen Nanjing einen Magisterstudiengang im chinesischen und vergleichenden Recht einrichten. Darauf einigten sich anlässlich der Feiern zum 20-jährigen Bestehen des Deutsch-Chinesischen Rechtsinstituts der Göttinger Universitätspräsident und der Vizepräsident der Universität Nanjing. Wann der Studiengang erstmals angeboten werden soll, steht noch nicht fest.

Am Deutsch-Chinesischen Rechtsinstitut, das in Nanjing angesiedelt ist, werden bislang ausschließlich chinesische Jurastudenten zusätzlich im deutschen Recht ausgebildet. Schwerpunkte sind traditionell Zivil- und Wirtschaftsrecht, in den letzten Jahren zunehmend auch Öffentliches Recht. Für den geplanten Magisterstudiengang im chinesischen Recht, der sich an europäische Studenten wendet, soll ein eigenes Institut in Göttingen gegründet werden.

Das Institut in Nanjing gehört zu den Herausgebern der Zeitschrift für Chinesisches Recht und publiziert regelmäßig Übersetzungen von Gesetzestexten und Lehrbüchern. In den vergangenen Jahren engagierten sich die Juristen nach eigenen Angaben vor allem beim „Aufbau rechtsstaatlicher Verwaltungsstrukturen“ im deutsch-chinesischen Dialog. Die gleichzeitig mit den Jubiläumsfeierlichkeiten in Göttingen abgehaltene Fachtagung beschäftigte sich mit dem Thema „Geistiges Eigentum in China“. (Norbert Parzinger)