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29.09.2009 | Autor/in: Markus Lembeck
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Von Hoyningen-Huene wird Gründungsdekan der EBS Law School

Der als Arbeitsrechtler hoch renommierte Heidelberger Professor Dr. Dr. Gerrick von Hoyningen-Huene (65) fungiert seit September als Gründungsdekan der EBS Law School.Von Hoyningen-Huene lehrte beinahe 30 Jahre lang in Heidelberg. In dieser Zeit hatte er auch verschiedene Ämter inne. Nachdem er in den 1980er Jahren bereits einmal als Dekan fungiert hatte, kümmerte er sich von 2000 bis 2004 als Prodekan um Organisation und Planung innerhalb der juristischen Fakultät. Von 2004 bis 2007 war von Hoyningen-Huene zudem außerhalb der Hochschule als wissenschaftlicher Berater für die Kanzlei Taylor Wessing tätig.
Ende August war von Hoyningen-Huene an der Heidelberger Universität pensioniert worden. Jetzt verpflichtete er sich, den Aufbau der Juristen-Ausbildung an der privaten European Business School (EBS) in Oestrich-Winkel voraussichtlich sechs Jahre lang zu begleiten, bis der erste Studierenden-Jahrgang die Hochschule verlässt. Er ist unter anderem verantwortlich für die Gestaltung der Lehrpläne und die Besetzung der Lehrstühle.
Bereits im Sommer hatte sich dort ein Gründungskuratorium konstituiert. In diesem Kreis trifft von Hoyningen-Huene auf einen Heidelberger Kollegen: Stellvertretender Vorsitzender des Kuratoriums ist Professor Dr. Werner Ebke, der schon seit Jahren an der EBS das Programm „Business Law“ leitet. Ebenfalls im Kuratorium vertreten sind zahlreiche Wirtschaftskanzleien wie Clifford Chance, Linklaters, CMS Hasche Sigle, Shearman & Sterling, Baker & McKenzie, Latham & Watkins und White & Case, aber auch die Bundesrechtsanwaltskammer, der Bundesgerichtshof und das Hessische Justizministerium. Der Justizminister Jörg-Uwe Hahn (FDP) ist Kuratoriumsvorsitzender.
Der Ausbau der EBS von einer betriebswirtschaftlichen Hochschule zu einer Universität mit zwei Fakultäten ist zwischen den politischen Lagern umstritten. Die neue Law School – zweite private juristische Hochschule nach der Bucerius Law School – soll nämlich neben privaten Geldern auch eine staatliche Anlaufförderung erhalten. Die EBS Law School soll in der Landeshauptstadt Wiesbaden angesiedelt sein und 2011 den ersten Studentenjahrgang aufnehmen. Bildungspolitiker von SPD und Grünen hatten auf die Unterfinanzierung staatlicher Hochschulen hingewiesen. (ML)
Mehr über die Pläne der EBS Law School in der nächsten Ausgabe von „azur“ im November 2009.