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25.08.2009 | Autor/in: Markus Lembeck
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Max-Planck-Gesellschaft fördert Promotionen zur Streitbeilegung

Drei Jahre lang finanziert die Max-Planck-Gesellschaft mit insgesamt 730.000 Euro ein Graduiertenkolleg zur erfolgreichen internationalen Streitbeilegung. Das Kolleg ist angebunden an das bereits bestehende Promotionskolleg „Erfolgreiche Internationale Streitbeilegung“, das an der Juristischen Fakultät der Universität Heidelberg angesiedelt ist.Ab 2010 werden in der „International Max Planck Research School (IMPRS) on Successful Dispute Resolution“ voraussichtlich 20 Stipendiaten ihre Promotion vorbereiten. Eine dreijährige Verlängerung ist möglich.
Die Forscher sollen ergründen, welche Voraussetzungen und Rahmenbedingungen erforderlich sind, damit Konflikte auf internationaler Ebene erfolgreich gelöst werden können. Dabei geht es insbesondere um Verfahren vor dem Internationalen Gerichtshof und dem Internationalen Strafgerichtshof. Weitere Schwerpunkte sind Investitionsstreitigkeiten, Handelsschiedsgerichtsbarkeit und das Thema Staatsinsolvenz. Auch alternative Methoden der Streitbeilegung stehen im Blickpunkt. Alle Forschungsthemen sind international, rechtsvergleichend und interdisziplinär angelegt. Das Kolleg wendet sich deshalb nicht nur an Doktoranden aus den Rechtswissenschaften, sondern auch an Politologen, Soziologen und Psychologen.
Das Kolleg wird vom Max-Planck-Institut (MPI) für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht in Heidelberg und dem Institut für ausländisches und internationales Privat- und Wirtschaftsrecht der Heidelberger Universität getragen. Sprecher der IMPRS sind die Professoren Dr. Rüdiger Wolfrum vom MPI für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht und Dr. Burkhard Hess von der Heidelberger Universität. (ML)