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28.07.2009 | Autor/in: Markus Lembeck
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Zeppelin-Universität: Neuer Professor für das Europarecht

Der Rechtswissenschaftler Professor Dr. Georg Jochum hat zum Juli den Ruf an die Zeppelin Universität (ZU) Friedrichshafen angenommen. Jochum kommt von der Universität Konstanz und übernimmt an der privaten ZU den neu eingerichteten Lehrstuhl für Europarecht und Internationales Recht der Regulierung.Die Professur ist im Department Public Management & Governance angesiedelt. Jochums Forschungsschwerpunkte sind vielfältig. Sie liegen in den Bereichen Staatsrecht, insbesondere Fragen der Staatsorganisation sowie im Verwaltungsrecht, hier speziell zum Wirtschaftsverwaltungsrecht und zu Verfahrensfragen. Hinzu kommen das Europarecht sowie außerdem Finanz- und Steuerrecht. Jochum kennt sich an seiner neuen Hochschule bestens aus. Bereits seit der Gründung 2003 hatte Georg Jochum neben seiner damaligen Tätigkeit an der Universität Heidelberg und einer außerplanmäßigen Professur in Konstanz einen Lehrauftrag an der ZU.
„Die Tätigkeit an der ZU bietet ein einzigartiges interdisziplinäres Lehr- und Forschungsumfeld, das kaum eine andere Universität zu bieten hat“, sagte Jochum. „Der enge Kontakt zwischen Studenten und Forschern und die Möglichkeit, Wissenschaft und Praxis zu verbinden, war ein entscheidender Grund für die Zusage. Ich freue mich auf eine spannende Zeit.“
Georg Jochum, geboren 1968 in Köln, studierte als Stipendiat der Friedrich-Naumann-Stiftung Rechtswissenschaften an der Universität zu Köln. Im Jahr 1996 promovierte er zum Thema „Materielle Anforderungen an das Entscheidungsverfahren in der Demokratie“, 2003 folgte die Habilitation über Steuervergünstigungen. Nach Tätigkeiten als Rechtsanwalt, wissenschaftlicher Assistent und Lehrbeauftragter an verschiedenen Hochschulen wurde er vor zwei Jahren zum außerplanmäßigen Professor an der Uni Konstanz ernannt. Im gleichen Jahr wurde er Mitglied in der wissenschaftlichen Kommission der Anti-Diskriminierungsstelle des Bundes.
Während die Attraktivität der privaten Zeppelin-Universität für Wissenschaftler und Studierende offensichtlich ungebrochen ist, meldet eine andere private Hochschule aus dem Land Baden-Württemberg ihr Aus: Die International University in Bruchsal bei Karlsruhe stellt ihren Studienbetrieb ein. Rund 70 Studierende dort können 2009 noch ihre Abschlussexamen ablegen, weitere 70 Studierende werden an andere Hochschulen vermittelt. Die International University gehört seit 2007 der Hamburger Beteiligungsgesellschaft Educationtrend, die schon vor einigen Monaten mit der privaten Hanseuniversität in Rostock-Warnemünde Schiffbruch erlitten hatte. (ML)