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27.01.2009 | Autor/in: Markus Lembeck
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Mehr Hilfskräfte, mehr Arbeitsgemeinschaften: Bonner Juristen stocken auf

Die Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät der Universität Bonn hat Rechenschaft abgelegt über die Verwendung von Finanzmitteln, die sie aus Studienbeiträgen bekommen hat.Die Juristen haben 29 wissenschaftliche Hilfskräfte zusätzlich eingestellt und dafür 230.000 Euro ausgegeben. Die Hilfskräfte bereiten Lehrveranstaltungen vor, begleiten Anfängerübungen und erstellen Skripte. Auch die zahlreichen Arbeitsgemeinschaften erhalten etwas von dem Geld. Sie finden zusätzlich zu den übrigen Lehrveranstaltungen statt und helfen den Studierenden, Fälle zu bearbeiten und wissenschaftlich darzulegen. Sie werden vor allem im Grundstudium angeboten. Dank der Studienbeiträge konnten das Angebot von rund 60 auf 100 Kurse aufgestockt und die Gruppengröße verkleinert werden. Jetzt nehmen durchschnittlich nur noch 23 Studierende an den Lerngruppen teil, früher waren es doppelt so viele.
Zusätzlich wurde das Angebot an Klausuren zur Examensvorbereitung ausgebaut. Fast jede Woche werden zwei Probeklausuren geschrieben und korrigiert – auch in den Semesterferien.
Weitere Studienbeiträge investieren die Bonner Juristen in das Bonner Rechtsjournal – eine Publikation von Studierenden – sowie in die Fremdsprachenausbildung, um so die Chancen ihrer Absolventen auf dem Arbeitsmarkt zu verbessern. Dazu gibt es nicht nur die üblichen Englischkurse. Seit dem Wintersemester kann man sich auch
auf den Erwerb des Cambridge-Zertifikats „International Legal English“ (ILEC)
vorbereiten. Auch Grundkenntnisse in Spanisch können die Studierenden
erwerben.
Seit der Einführung der Studienbeiträge in Nordrhein-Westfalen im Jahre 2006 erhebt die Universität Bonn von ihren Studenten einen Beitrag in Höhe von 500 Euro. Rund 20 Millionen Euro kommen so jährlich zusätzlich in das Uni-Budget. Drei Viertel des Geldes erhalten die Fakultäten und Institute für dezentrale Maßnahmen zur Verbesserung der Studienbedingungen, der Rest fließt in den Gesamthaushalt. (ML)