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25.11.2008 | Autor/in: Markus Lembeck
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Juristen verstärken Berlin-Brandenburgische Akademie

Die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften hat im November sechs neu gewählte Mitglieder vorgestellt – unter ihnen der Münchner Jurist Horst Eidenmüller sowie die Baseler Jura-Professorin Ingeborg Schwenzer.Horst Eidenmüller (45) ist seit 2003 Inhaber des Lehrstuhls für Bürgerliches Recht, deutsches, europäisches und internationales Unternehmensrecht an der Universität München und bekleidet dort von 2007 bis 2011 eine Forschungsprofessur. Er studierte in München, Cambridge und an der Harvard Law School. Nach seiner Münchner Habilitation zum Thema Unternehmenssanierung lehrte er von 1999 bis 2003 in Münster. 2002 weilte er als Visiting Fellow an der Universität Cambridge (Peterhouse), 2007 war er dort Visiting Professor. Seine Forschungsschwerpunkte reichen vom klassischen Zivilrecht über das Unternehmensrecht und das Insolvenzrecht bis in das Verfahrensrecht. Hier widmet er sich vor allem der Mediation als Form außergerichtlicher Streitbeilegung. Besonderes Augenmerk hat Eidenmüller auf die Rechtsökonomie gelegt. Seine Dissertation über Effizienz als Rechtsprinzip gilt als Standardwerk zum Verhältnis von Recht und Ökonomie in Deutschland. Im akademischen Jahr 2008/2009 ist er Fellow am Wissenschaftskolleg zu Berlin.
Ingeborg Schwenzer (57) studierte Rechtswissenschaft an den Universitäten Tübingen, Genf sowie Freiburg und anschließend an der Law School der University of California in Berkeley. 1978 promovierte sie in Freiburg, 1987 folgte dort die Habilitation für die Fächer Bürgerliches Recht, Handelsrecht, internationales Privatrecht und Rechtsvergleichung. Zunächst lehrte sie in Konstanz und Mainz. Seit April 1989 ist sie Professorin für Privatrecht an der Universität Basel. Nach einer kaufrechtlichen Dissertation befasste sich Schwenzer in ihrer Habilitationsschrift mit dem Familienrecht unter rechtsvergleichenden und sozialwissenschaftlichen Gesichtspunkten. Als Forschungsgegenstand kam später das Allgemeine Schuldrecht hinzu.
Die Akademie steht in der Tradition der Preußischen Akademie der Wissenschaften. Ihr Forschungsprofil kennzeichnen Arbeiten zur Erschließung des kulturellen Erbes, interdisziplinäre Projekte mit wissenschaftlicher und gesellschaftlicher Bedeutung sowie der Dialog zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit. Der Akademie gehören 167 ordentliche und 63 sogenannte entpflichtete ordentliche Mitglieder an. Zudem gibt es 67 außerordentliche Mitglieder. Lediglich 28 Mitglieder sind Frauen. Die sozialwissenschaftliche Klasse, der auch die Juristen angehören, zählt 34 Mitglieder. (ML)
Im Internet: http://www.bbaw.de